500 Jahre Gottesliebe - Gedanken zum Lutherjahr

07.12.2017

Zum Abschluss des Lutherjahres veranstaltete das Institut für Religion und Gesellschaft der Evangelisch-Theologischen Fakultät gestern einen akademischen Festakt. Vertreter aus unterschiedlichsten Fachbereichen der Ruhr-Universität Bochum waren der Einladung gefolgt. In kurzen Impulsen teilten sie ihre Gedanken zur Bedeutung der Reformation für Wissenschaft, Kultur und für sie ganz persönlich. Der Festakt wurde durch verschiedene Beiträge des musischen Zentrums festlich gestaltet.

Die Katholisch-Theologische Fakultät wurde vertreten durch ihren Dekan, Prof. Dr. Thomas Söding. In seinem Impuls betonte der Dekan gegenüber Katholiken und Protestanten einerseits den unersetzlichen Eigenwert der beiden großen christlichen Konfessionen. Mit Blick auf andere Glaubensgemeinschaften, Atheisten und Agnostiker verwies er jedoch auch auf die "heiße Gottesliebe", die alle Religionen eint und "das Eis zwischen Menschen und Kulturen brechen kann." Seine Kolleginnen und Kollegen in den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen forderte er zu interdisziplinärer Zusammenarbeit auf. Gleichzeitig mahnte Prof. Söding die Bedeutung des Glaubens nicht zu unterschätzen, sondern mit allen Mitteln zu erforschen. Sich selbst ermunterte er dazu, im Angesicht zukünftiger Herausforderungen nicht zu erstarren, sondern Veränderung zu wagen: "Hier stehe ich – es geht auch anders."


Text: Lukas Brand; Bild: Institut für Religion und Gesellschaft