Die Frage nach Gott

28.08.2018

Die Wochenzeitschrift "Christ in der Gegenwart" wird 70. Sie ist allen Reformkräften verbunden, die für Gewissenserforschung, Wahrhaftigkeit, Freimütigkeit und religiöse Erneuerung eintreten. Aus diesem Anlass hat ihr Chefredakteur Johannes Röser im Verlag Herder ein Buch auf den Weg gebracht, das zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Politiker und Bischöfe, Schriftsteller und Theologen, versammelt, die sich der Frage aller Frage widmen: Gott.

Buchcuver Röser CiG

©Herder Verlag

Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die euch erfüllt.
(1 Petr 3,15)

Entstanden ist ein Buch, in dem Hoffnungen und Zweifel, Erfahrungen und Enttäuschungen, Sehnsüchte und Erwartungen zur Sprache kommen – Trost, Ermutigung und Anregung für viele, die sich mit dem gesellschaftlichen Verdrängen des Lebenswichtigsten nicht abgefunden haben: ob es einen wahren, ewigen Grund gibt für die menschliche Existenz, für Geist und Materie, für das Dasein des Universums.

Der Lehrstuhl für Neues Testament der Ruhr-Universität Bochum hat drei Artikel zu Rösers "Gotteslesebuch" beigesteuert: Thomas Söding betont den Zusammenhang von Religion und Ethik: Je mehr Gott, desto mehr Mensch. Je mehr Spiritualität, desto mehr Ethik. Das ist die biblische Programmatik, von der die Gesellschaft lebt. Julian R. Backes beleuchtet die Ergründung des Unergründlichen in der Begegnung von Christentum und Zen-Buddhismus. Sein Vorgänger Robert Vorholt (Universität Luzern) begibt sich "Auf de[n] Weg von Jerusalem nach Jericho".

Thomas Söding: "Der Lehrstuhl für Neues Testament in Bochum gratuliert herzlich. Der CiG ist christlich. Er ist gegenwärtig. Er gibt der Heiligen Schrift seit Jahrzehnten einen festen Platz – unabhängig von der Tagespolitik, und deshalb aktueller denn je."

Gott. Die religiöse Frage heute, hrsg. v. Johannes Röser, Freiburg i. Br. [u. a.]: Herder 2018, 416 S., ISBN 978-3-451-38297-0, 28 €.