"HOFFNUNG SCHÖPFEN"

30.11.2020

In der gegenwärtigen Krise wird allen Menschen viel abverlangt: viele stehen vor großen Herausforderungen. Wie bewältigt man diese Krise finanziell, emotional, beruflich, spirituell, gesundheitlich? Die christliche Botschaft, eines mitleidenden Gottes wird zu oft in eine Richtung gedrängt: Gott sieht das Leid, aber zu ändern scheint sich nichts.
Eine Engführung auf die (sogenannte) Theodizee blendet die Vielzahl an biblischen Ansätzen ab, die Kraft geben für ein Leben in und mit dieser Krise, damit sie nicht lähmt, sondern aktives Handeln ermöglicht: in Kirche, Theologie, Politik und Gesellschaft. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Lehrstuhl für Neues Testament haben im gemeinsamen internationalen Oberseminar Beiträge aus ganz unterschiedlichen Perspektiven geschrieben (vgl. Table of Contents) und vorgetragen (vgl. Podcast).

Die Bbibel in Zeiten von Corona

Um der Hoffnung willen
(Kol 1,5)

Julian Backes, der sich in seinem Forschungsprojekt mit der Theologie der Liturgie in den Paulusbriefen beschäftigt: "Vom Apostel Paulus zum Propheten Johannes ist es nicht weit: Die Apokalypse richtet – exemplarisch wie konkret – die Kirche Kleinasiens neu aus auf den Glauben an den einen Gott. Gegenüber der paulinischen Erstverkündigung haben die äußeren und inneren Krisen zugenommen. Einen Bewältigungsansatz eröffnen Gottesdienst und Gebet. Die eine oder andere aktuelle Frage lenkt das exegetische Interesse auf das letzte Buch der christlichen Bibel."

Miriam Pawlak liefert einen Beitrag zur Glaubenskommunikation: „Für mich ist es – gerade aus der Perspektive nach dem Studium – ein Gewinn zu diesem aktuellen Themenkomplex zu schreiben. Denn ich konnte in meinem Beitrag meine Erfahrungen aus dem aktiven Glaubensleben mit den bibelwissenschaftlichen Erkenntnissen verknüpfen, um zu zeigen, wie nah die Lebenswirklichkeit von Menschen an die der Bibel kommt und andersherum."

Nun sind diese Beiträge in einem Band im Grünewald-Verlag erschienen (148 S.) unter der Herausgeberschaft von Lehrstuhlinhaber und Professor für Neues Testament, Thomas Söding, und der Wissenschaftlichen Assistentin Aleksandra Brand (M.Ed.).