ÜBERSETZUNG

04.01.2021

In einem Leserbrief für die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 4. Januar 2021 stellt Thomas Söding klar, wie es im Judentum zu dem für das Christentum wichtigen Verständnis gekommen ist, der "Immanuel", den Jesaja verheißt, sei der Sohn einer Jungfrau.

Übersetzung

(Photo: Privat)

"Immanuel, das heißt übersetzt: Gott mit uns"
(Mt 1,23)

Es ist keinesfalls, wie behauptet wird, ein "Übersetzungsfehler", sondern eine gezielte Aussage, die philologisch möglich und theologisch ambitioniert ist. Die Pointe: "Der Messias kann nur von Gott selbst kommen, wenn er der Erlöser sein soll. Im Lukasevangelium ist diese Deutung vorausgesetzt, im Matthäusevangelium wird sie explizit. "Dass in dieser Christologie ein ägyptischer Mythos über die Frohe Botschaft gesiegt habe, ist ein Mythos der Moderne. Tatsächlich öffnet sich das Weihnachtsevangelium einer Kultur, die Menschen nicht auf ihre biologische Herkunft festlegt, sondern aus ihrer göttlichen Berufung heraus in Freiheit setzt."

PDF des Leserbriefes

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