Kann eine künstliche Intelligenz moralisch handeln?

12.04.2018

Am 18. April 2018 lädt der Sonderforschungsbereich 874 zum Brain Café ein. Die Vortragsreihe, in der neurowissenschaftliche Forschung für Laien verständlich aufbereitet wird, widmet sich diesmal dem Thema künstliche Intelligenz. Der Vortrag von Lukas Brand vom Lehrstuhl für Philosophisch-Theologische Grenzfragen heißt: „Verhalten ohne Verantwortung – Kann eine künstliche Intelligenz moralisch handeln?“. Die Veranstaltung findet beginnt um 18:00 Uhr im Raum 9, Etage 1 der Universitätsbibliothek. Der Eintritt ist frei.
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Künstliche Intelligenz (KI) bestimmt bereits jetzt unseren Alltag. Sie steckt in unseren Handys, in Amazon, Netflix und Google. KI erkennt Krebszellen, spielt Schach und Poker besser als alle Menschen. Schon längst könnte KI auch unser Auto sicher durch den Straßenverkehr steuern. Wir übertragen künstlich intelligenten Maschinen zunehmend Autonomie. Damit steigt aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass diese künstlichen Agenten moralische Probleme lösen müssen. Wie lassen sich KI-Systeme entwickeln, die zur autonomen Lösung moralischer Probleme in der Lage sind? Welche ethische Theorie lässt sich auf künstliche Agenten anwenden? Und welche Rolle spielt dabei der Versuch, menschliches Verhalten mit Hilfe eines künstlichen Gehirns zu simulieren?
Veranstalter der Brain Café Reihe ist der Sonderforschungsbereich 874 „Integration und Repräsentation sensorischer Prozesse“. Der interdisziplinäre Forscherverbund wird seit 2010 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert, um der Frage nachzugehen, wie Sinneswahrnehmungen im Gehirn verarbeitet werden. In den monatlich stattfindenden Brain Cafés geben Neurowissenschaftler in anschaulichen und für Laien verständlichen Vorträgen Einblicke in ihre Arbeit.

BRAIN CAFÉ am 18.04.2018, 18 Uhr, RUB-Unibibliothek (Raum 9, 1. Etage), Eintritt frei, um eine Anmeldung wird gebeten: sfb874‑pr@rub.de oder 0234-32-26675.