Curriculum Vitae

Georg Essen, geboren 1961 in Kevelaer am Niederrhein, studierte von 1981 bis 1987 in Münster und Freiburg Katholische Theologie und Geschichte. Er arbeitete 1987/88 an der Katholisch-Theologischen Fakultät Münster als Wissenschaftliche Hilfskraft an der Arbeitsstelle Friedens- und Konfliktforschung und 1988 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Katholisch-Ökumenischen Institut I. Von 1989 bis 2000 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter resp. Assistent am Seminar für Dogmatik und theologische Hermeneutik der Katholisch-Theologischen Fakultät Münster (Prof. Dr. Thomas Pröpper). 1994 wurde Georg Essen mit der Prädikatsnote „summa cum laude“ zum Dr. theol. an der Katholisch-Theologischen Fakultät Münster promoviert. Titel der Dissertation: „Historische Vernunft und Auferweckung Jesu. Theologie und Historik im Streit um den Begriff geschichtlicher Wirklichkeit“ (Gutachter: Prof. Dr. Heinz-Günther Stobbe/Prof. Dr. Thomas Pröpper). Für seine Dissertation wurde ihm 1994 der Preis der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und 1995 der „Richard Schaeffler-Preis“ der Hochschule für Philosophie in München verliehen. 1999 habilitierte er sich mit der Arbeit „Die Freiheit Jesu. Der neuchalkedonische Enhypostasiebegriff im Horizont neuzeitlicher Subjekt- und Personphilosophie“ (Gutachter: Prof. Dr. Thomas Pröpper/Prof. Dr. Jürgen Werbick). Ihm wurde die venia legendi für das Fach „Dogmatik“ erteilt. Von 2000 bis 2001 war er Hochschuldozent an der Katholisch-Theologischen Fakultät Münster. Von 2001 bis 2011 war Georg Essen Professor für Dogmatische Theologie (hoogleraar voor dogmatische theologie) an der Faculteit der Theologie der Katholieke resp. Radboud Universiteit Nijmegen in den Niederlanden. Von 2006 bis 2011 bekleidete er zusätzlich die Professur für Religions- und Kulturtheorie (hoogleraar voor theorie van religie en cultuur) an der dortigen Faculteit der Religiewetenschappen (nunmehr Faculteit der Filosofie, Theologie en Religiewetenschappen). Darüber hinaus war er von 2008 bis 2011 wissenschaftlicher Leiter des interdisziplinären Heyendaal Research Programme „Theology – Humanities – Sciences“ der Radboud Universiteit Nijmegen. Von 2005 bis 2007 absolvierte er am Institut für Familientherapie Weinheim - Ausbildung und Entwicklung e.V. eine Ausbildung in Systemische Supervision und Institutionsberatung. Von 2006 bis 2009 war er Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut, Essen, und Mitglied des steering committee des internationalen Projekts “Humanism in the Era of Globalization. An Intercultural Dialogue on Culture, Humanity, and Values”. 2011 forschte er als Visiting Scholar an der Stanford University, Palo Alto (USA). Seit dem Wintersemester 2011/2012 ist Georg Essen Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. Seit September 2014 ist er Leiter der Arbeitsgemeinschaft für katholische Dogmatik und Fundamentaltheologie des deutschen Sprachraums. Vom Wintersemester 2014/15 bis zum Sommersemester 2015 war Georg Essen Prodekan und vom Wintersemester 2015/16 bis Ende des Sommersemesters 2017 Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät Bochum. Für das akademische Jahr 2017/2018 ist er Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin und forscht dort zu einem religionsverfassungsrechtlichen Thema.


Mitgliedschaften

  • American Academy of Religion
  • Arbeitsgemeinschaft der katholischen Dogmatiker und Fundamentaltheologen des deutschen Sprachraums
  • Deutscher Hochschulverband
  • Ernst-Troeltsch-Gesellschaft
  • Europäische Gesellschaft für Katholische Theologie
  • Immanuel Kant Gesellschaft