Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2014

Hier finden Sie die Auflistung aller in diesem Semester angebotenen Veranstaltungen.

Vorlesung
Christsein in religionspluraler Gesellschaft – Einblicke in aktuelle empirische Studien zum religiösen Leben der Deutschen

Zu dieser Vorlesung ist jede und jeder eingeladen, die und der auf folgende Fragen immer schon eine Antwort haben wollte:

„Was glauben eigentlich die Hessen?“

„Wie viele Deutsche sind hochreligiös?“

„Die, die immer nur Weihnachten zum Gottesdienst gehen – haben die eigentlich den Eindruck, irgendwie unkorrekt katholisch zu sein?“

„Wenn die Katholiken im Internet surfen – besuchen sie dann auch religiöse Angebote zur Glaubensinspiration?“

„Was kommt als unterscheidend deutsch in den Blick, wenn man deutsche und US-amerikanische Katholiken vergleicht?“

„Magie und Engelglaube – ein Relikt von früher?“

Kurz: Wir befassen uns mit empirischen Daten zur Religiosität und Kirchlichkeit der Deutschen. Viele Studien sind greifbar, die eine Überraschung transportieren: Religiosität ist gerade in der modernen Gegenwartskultur eine hoch attraktive Option. Was kann verfasstes Christsein, was kann Kirche davon lernen?

Zeit: Mi 8-10 Uhr | Raum: GA 8/134 | Beginn: 16.04.2014

Literaturhinweise:

  • Boris Krause (u.a): Religiosität und Kirchlichkeit im Spiegel soziologischer Theorie und Empirie. Studie im Auftrag der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz, Berlin 2009.


Hauptseminar
Die praktisch-theologische Debatte um 'Führung und Leitung (in) der Kirche'

Keine Frage: Die christlichen Kirchen stehen unter forcierter öffentlicher Beobachtung. Diese richtet sich wesentlich danach, wie man die Qualität von Leitung wahrnimmt. Wie wird die Kirche, wie wird das Bistum, wie werden die Pfarreien und Gemeinden geführt?

Diese Fragen nach qualitativer Leitung sind theologisch nicht unheikel. Heißt es nicht: "Der Heilige Geist leitet die Kirche?" Hat Jesus nicht gesagt: "Wer bei euch groß sein will, soll der Letzte und der Bruder aller sein?" Und ist Kirche überhaupt eine Organisation, an die man dieselben Managementerwartungen richten kann wie an Firmen, Behörden oder NGO's?

Das Hauptseminar führt ein in den aktuellen praktisch-theologischen Diskurs rund um ekklesiale Leitungsmodelle und Führungsstile. Geplante Themen sind u.a. die Verlaufslogiken von Change Management Prozessen; die Kategorien der Herrschaftssoziologie von Max Weber; die an Ordensregeln und biblischen Gestalten orientierten Vorschläge zur 'Geistlichen Leitung'; die kirchenrechtlichen Aspekte der Gemeindeleitung (mit und ohne Pfarrer vor Ort); neue Leitungstools wie die 'balance score card' oder der 'appreciative inquiry'; die Frage nach ehrenamtlicher Leadership.

Das Seminar wird zusammen mit den Wissenschaftlichen Mitarbeiter/inne/n des Bochumer 'Zentrum für angewandte Pastoralforschung' (ZAP) durchgeführt.

Zeit: Di 10-12 Uhr | Raum: GA 6/134 | Beginn: 15.04.2014

Literaturhinweise:

  • Bernd Halfar/Andrea Borger: Kirchenmanagement, Baden Baden 2007.
  • Norbert Schuster: Theologie der Leitung. Zur Struktur eines Verbundes mehrerer Pfarrgemeinden, Mainz 2001.
  • Johannes Panhofer u.a. (Hg.): Erlöstes Leiten. Eine kommunikativ-theologische Intervention, Ostfildern 2007.


Hauptseminar
„Von Gott reden in der Öffentlichkeit." Einführung in die Homiletik (I)

Priester müssen es in jedem Fall: Predigen. Löst man sich von der Bindung an den Gottesdienst, kommen auch andere Berufsgruppen in den Blick. Die ‚geistliche Rede in der Öffentlichkeit‘ gehört ebenso zum Profil von Religionslehrerinnen/-lehrern; darüber hinaus ist die Rede von Gott allen aufgetragen, die als Theologen/innen arbeiten. Neben der klassischen Predigt spielen heute Formate eine Rolle, die auf unterschiedliche Weise die Botschaft des Glaubens im wahrsten Sinne des Wortes zur Sprache bringen. Dem Feld der Medien, man denke an Radioandachten oder an Podcasts im Internet, kommt sicherlich eine besondere Bedeutung zu. Daneben ist die sprachliche Präsentation der christlichen Botschaft in größeren Gruppen ein Tätigkeitsfeld, auf dem Theologen/innen mit ihrer Qualifikation gefragt sind. Neben einer soliden theologischen Ausbildung erfordert die geistliche Rede in der Öffentlichkeit Kompetenzen in Rhetorik, Ausdruck und Präsentation. Die Lehrstühle für Liturgiewissenschaft und für Pastoraltheologie bieten gemeinsam einen zweiteiligen Zyklus an, der beide Kompetenzbereiche abdeckt. Das Seminar erfolgt in Kooperation mit der Sprechwissenschaftlerin Miriam Zimmer. Es vermittelt durch praktische Übungen Grundlagen in Sprechausdruck, Körpersprache und Besonderheiten von Redesituationen. Eigene Redeversuche werden erarbeitet, ausprobiert und analysiert.

Eine Teilnahme an weiteren Lehrveranstaltungen im Fach Homiletik ist nur möglich, wenn Teil I absolviert wurde.

Teil I umfasst zwei Termine im Sommersemester 2014 in Form von Blockveranstaltungen:

Termin I: 2.-3.4.2014. Uhrzeiten: 2.4. von 9.30-17.00 Uhr; am 3.4. von 9.30-15.30 Uhr. Termin II: 4.-5.7.2014. Uhrzeiten: 4.7. von 14.00-19.00 Uhr; 5.7. von 9.30-17.00 Uhr

Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen begrenzt. Anmeldung bitte per VSPL.

Zeit: Block, s.o. | Ort: ZAP, Bochum-Langendreer | Beginn: 02.04.2014



Oberseminar
Forschungen zur Pastoraltheologie

Das Oberseminar dient den Wissenschaftlichen Mitarbeiter/inne/n, Doktoranden und sonstigen Qualifikanden der Pastoraltheologie zur fachlichen und kollegialen Vertiefung ihrer Arbeiten sowie zur Diskussion ausgewählter Themen aktueller Pastoraltheologie.

Zeit: Mo 14-18 Uhr | Ort: ZAP, Bochum-Langendreer | Beginn: n.V.



Kolloquium
Doktorandenkolloquium

Das Kolloquium dient der gemeinsamen Vertiefung pastoraltheologischer Sachgebiete. Teilnehmen können Prüfungskandidat/inne/n aller Studiengänge sowie Studierende, die an Abschluss- bzw. Qualifizierungsarbeiten sitzen. Besonders die Doktoranden am Lehrstuhl gestalten das thematische Programm. Die Termine werden per E-Mail an die betreffenden Personen bekanntgegeben.

Zeit: n.V. | Raum: ZAP, Bochum-Langendreer | Beginn: n.V.

Literaturhinweise:

  • werden in den Sitzungen benannt.