28.10.2026
Das Institut für Katholische Theologie an der Universität Duisburg-Essen und die Katholisch-Theologische Fakultät der Ruhr-Universität Bochum sind auf dem Weg zur Gründung einer gemeinsamen Fakultät. Die Vorbereitungen laufen vorbehaltlich der Zustimmung des Landes und des Vatikan. Neben allen Formalien, die dieser Prozess beinhaltet, ist der persönliche Austausch essenziell. Nun bot ein Ausflug die Gelegenheit, sich gegenseitig besser kennenzulernen.
Im Sommersemester 2026 wurden wichtige hochschulische Entscheidungen getroffen; seitdem befinden sich die beiden Standorte in Essen und Bochum im Prozess des Aufbaus einer Gemeinsamen Fakultät Ruhr und stehen in dauernder Abstimmung mit den zuständigen Behörden des Landes sowie der Kirche.
Dozierende, Mitarbeitende und Studierende beider Standorte waren am 14. Oktober zu einem Ausflug eingeladen. Treffpunkt war der Gasometer Oberhausen. Nach einer Begrüßung durch den Bochumer Dekan Prof. Dr. Matthias Sellmann, die Gründungsdekanin Prof. Dr. Julia Enxing sowie den Essener Institutsdirektor Prof. Dr. Dr. Hubertus Lutterbach sahen sich die Teilnehmenden zusammen die Ausstellung „Mythos Wald an“. Der Auftrag: sich inspirieren zu lassen. In Teams mit Beteiligten beider Standorte sollten die Mitglieder Wünsche für die Zukunft der anvisierten Fakultät formulieren.
Tatsächlich lieferte die Ausstellung allerlei Anregungen: Die Teams wünschten sich Wachstum und starke Wurzeln wie die Bäume, Widerstandsfähigkeit wie die Bärtierchen und Gelassenheit wie die Faultiere. Eine Gruppe fand den Vergleich mit leuchtenden Pilzen passend: zwei Köpfe oberhalb der Erde, zwei Standorte also, aber miteinander verbundene Wurzeln. Eine andere betonte die Vielfalt des Waldes, denn vielfältig solle auch die Gemeinsame Fakultät sein. Nach dem Besuch des Gasometers konnten die Anwesenden den Austausch bei einem gemeinsamen Mittagessen vertiefen. Erneut kamen die Teams zusammen – dieses Mal, um ihr Wissen rund um das Ruhrgebiet bei einem Quiz unter Beweis zu stellen.
Zum Abschluss des Tages sagte Prof. Dr. Enxing, die im Juli 2026 zur Gründungsdekanin der im Aufbau befindlichen Fakultät bestellt wurde: „Wir haben uns hier getroffen, um uns besser kennenzulernen, zusammenzuwachsen und darüber ins Gespräch zu kommen, wo wir herkommen, wo wir hinwollen und was es bedeutet, hier im Ruhrgebiet Theologie zu betreiben. In der Ausstellung haben wir spannende Tiere, Pflanzen und Pilze kennengelernt und erfahren, wie schön es ist, in Symbiose zusammen zu wachsen, voneinander zu profitieren und sich gegenseitig zu stärken, um dann groß zu werden und zu blühen. Das ist auch mein persönlicher Wunsch für unsere anvisierte gemeinsame Fakultät.“
Das produktive Miteinander betonte auch Prof. Dr. Dr. Lutterbach, Sprecher des Instituts in Essen: „Wir sind zwar auf dem Gasometer vertikal in die Höhe gefahren, aber untereinander haben wir uns wirklich horizontal auf Augenhöhe bewegt und es herrschte eine allseits gastfreundliche Atmosphäre. Heute war so eine Art Leuchtturmtag. Wenn wir davon etwas in den Alltag integrieren können, dann wäre das für beide Standorte, die ja in Zukunft eine Einheit sein sollen, ganz gewiss von Vorteil. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen, aber auch mit den Studierenden.“
Diese wiederum bestärkten den positiven Eindruck: „Ich finde es schön, dass man sich besser kennenlernt und man merkt, dass wir zunehmend eine Einheit werden“, so Jakob Peters, Student und Mitglied des Fachschaftsrates in Bochum. Antonia Beneken, Studentin in Essen, freute sich ebenfalls über den Ausflug: „Ich fand besonders gut, dass wir auch mal Dozierende des anderen Standorts kennenlernen konnten.“
So endete der Tag mit neuer Inspiration, einem besseren Verständnis für die verschiedenen Perspektiven der Standorte und Statusgruppen und einem optimistischen Blick in die Zukunft.
Herzlichen Dank an alle, die den Ausflug möglich gemacht haben!