September 2026
Im Rahmen des Seminars „Theologie und Gesellschaftskritik“ und gefördert durch den „Aktionsfonds Demokratie“ der Ruhr-Universität hatten wir am Freitag, den 10. Juli, den politischen Bildner Oliver Emde zu Gast, der uns in einem Rundgang durch die Innenstadt von Bochum für einen Blick auf Auswirkungen unserer Lebensweise sensibilisiert hat.
Das Projekt der urbanen Monster ( zur Website) schließt für politische Bildner:innen und Pädagog:innen – oder in unserem Fall für Theolog:innen und die weiteren Teilnehmer:innen unseres Rundgangs, bspw. aus dem Bereich der Landschafts- und Stadtplanung – an das Konzept der imperialen Lebensweise (nach Brand/Wissen 2017) an. Teilnehmer:innen der Rundgänge – häufig Schulklassen (gerne bei Interesse hierfür Anfragen an Oliver Emde und Stadtrundgangster stellen) – werden in einem künstlerisch irritierenden Umgang zu Monsterforscher:innen. Auf diese Weise erfolgt ein Austausch über globale Macht- und Herrschaftsverhältnisse sowie über Lebensweisen auf Kosten anderer. Im Sinne einer sozial-ökologischen Transformationen kommen im Rundgang zudem solidarische Lebensweisen ins Blickfeld der Monsterforscher:innen.
Neben der Förderung von Analyse-Kompetenzen kann das Projekt bei Schüler:innen auch Selbstwirksamkeit fördern; in unserem Rundgang haben wir durch Oliver Emde zudem Meta-Perspektiven zum Projekt und seiner Entwicklung erhalten.
Die drei Kompetenzbereiche „Erkennen – Urteilen – Handeln“ des Projekts (Über die urbanen Monster einer imperialen Lebensweise, S. 16f) haben uns an den methodischen Dreischritt der Theologie der Befreiung „Sehen – Urteilen – Handeln“ erinnert, der ursprünglich aus der christlichen Arbeiterjugend um den belgischen Geistlichen Joseph Leon Kardinal Cardijn (1882–1967) stammt.

Der Bericht ›Die Grenzen des Wachstums‹ vom Club of Rome ist über 50 Jahre alt.
Vor über 30 Jahren formulierte der Befreiungstheologe Leonardo Boff, dass ein gesellschaftlicher Umbau angesichts der ökologischen Krise ein zwingendes Muss sei und kritisierte den Willen nach Macht, Eroberung und Profit.
Vor über 10 Jahren kritisierte Papst Franziskus jene Einstellung, die den Klimawandel als eine ausschließlich technische Angelegenheit betrachtet.
Dieses Jahr begehen wir nun das vierte Klimafestival Köln: Wo stehen wir heute?
„Welche Art von Welt wollen wir denen überlassen, die nach uns kommen, den Kindern, die gerade aufwachsen?“ (Papst Franziskus)
Und: Welchen Beitrag kann das Christentum angesichts der gegenwärtigen ökologischen Krise(n) leisten?
Herzliche Einladung zum Vortrag mit anschließendem Gespräch!
Datum: Mi, 23. September 2026, 19.30 Uhr bis 21.00 Uhr
Ort: Pfarrkirche St. Aposteln, Neumarkt 30, 50667 Köln
Veranstalter: Katholisches Bildungswerk Köln
Im Rahmen der "ProPent-Tagung" vom 10.09–13.09.2026 in Pretoria hielt Prof. Frevel einen Vortrag mit dem Titel "Testing Northernisms as a concept in biblical traditional building". Das Pro-Pent Projekt ist eine internationale Study Group, die sich den Pentateuchstudien widmet.
Bild: Erik Immelmann
Liebe Studienanfänger*innen,
als Einführung in das Studium der Katholischen Theologie an der Ruhr-Universität Bochum bieten wir auch in diesem Wintersemester 2026/27 wieder ein Programm, die sogenannten Erstsemestertage, an. Am 12.10.2026 und 13.10.2026 wird es daher die Gelegenheit geben, schon einmal vor Ort einen Einblick in die Abläufe an der Fakultät und des Studiums zu erhalten oder einige Akteure kennenzulernen. Der Fachschaftsrat wird euch darüber hinaus mit vielen hilfreichen Tipps, z. B. bei der Stundenplangestaltung, oder zur Beantwortung eurer Fragen zur Seite stehen. Eingeladen sind dazu herzlichste alle Studienanfänger*innen der Katholischen Theologie.
August 2026
In der Ausgabe "Land" der Zeitschrift Theologisch-Praktische Quartalsschrift (3.2026) ist ein Aufsatz von Christian Frevel mit dem Titel "Das Land als Dispositiv im Pentateuch" erschienen. Der Aufsatz ist ab sofort über den Verlag verfügbar.
Vom 27.07.2026–28.07.2026 durfte Professor Christian Frevel mit seinem Team die Teilnehmenden des internationalen Early-Career-Workshops zum Thema „Aktuelle Forschung in den Bibelwissenschaften“ an der Ruhr-Universität Bochum begrüßen. In etablierter Zusammenarbeit mit den Kolleginnen Professorin Maria Häusl (TU Dresden) und Professorin Katharina Pyschny (Universität Graz) war dies der dritte Workshop, der es Forschenden in der Doktoranden- und Postdoc-Phase ermöglichte, ihre aktuelle Forschung vorzustellen. Dabei zeigte sich erneut das produktive Potenzial des Workshops, der Vorträge, Gruppenarbeit und Diskussion verbindet. So bot der Workshop den Forschenden wieder die Gelegenheit, sich in den unterschiedlichen Qualifikationsphasen zu vernetzen und gleichzeitig von der Expertise der etablierten Professuren zu profitieren. Letzteres wurde in diesem Jahr durch die Teilnahme von Professor Louis C. Jonker (Universität Stellenbosch) bereichert, der im Rahmen der Förderung durch den Georg-Forster-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung einen Forschungsaufenthalt am Lehrstuhl wahrnahm. Thematisch erstreckten sich die Workshop-Einheiten von ikonographisch-religionsgeschichtlichen über traditionsgeschichtliche und ethische bis hin zu anthropologischen Fragestellungen. Den Abschluss bildete ein Beitrag zu möglichen Innovationen in der Hochschuldidaktik. Wir bedanken uns bei allen, die am Workshop teilgenommen haben.
Die Examensfeier am 27. November ist für die Fakultät jedes Mal aufs Neue ein Grund zur Freude. Studierende, die frisch ihren Abschluss gemacht haben, erhalten ihre Abschlussurkunden überreicht, zudem werden besondere studentische Leistungen mit Preisen gewürdigt. Das Team des Lehrstuhls MNKG und die Kommission für Zeitgeschichte freuen sich, in diesem Jahr mit einem Vortrag zum Festtagsprogramm beizutragen: "Zeit für Geschichte – 5000. Mal katholisch sein in der Betonlounge". Alle Informationen zur Examensfeier finden Sie hier.
Im Wintersemester 2026/27 bietet Prof. Dr. Michael Hölscher ein Hauptseminar an, welches zum Teil im Makerspace der RUB stattfindet: „Seht, da ist die Stelle“ (Mk 16,6). Das Grab Jesu als Erinnerungsort (Blockveranstaltung).