24.01.2026
Fünf mutige Köpfe sind am Mittwochabend, 21. Januar 2026, zum Science Slam im maGma der Katholischen Kirche Wattenscheid angetreten. Eine spontan eingerichtete Jury kürte am späten Abend Wiebke Schwill vom Lehrstuhl für Neues Testament mit ihrem Beitrag über Paulus und Jerusalem zur Siegerin.
Fünf mutige Köpfe sind am Mittwochabend, 21. Januar 2026, zum Science Slam im maGma der Katholischen Kirche Wattenscheid angetreten. Eine spontan eingerichtete Jury kürte am späten Abend Wiebke Schwill vom Lehrstuhl für Neues Testament mit ihrem Beitrag über Paulus und Jerusalem zur Siegerin.
Sophia Spieth schaffte es mit ihrer rührenden Geschichte über einen verstorbenen Großvater, Trauerarbeit und Schokolade im Himmel, die Herzen der Zuschauer:innen zu berühren. Weniger rührend, dafür mehr krachend-motivierend war der Vortrag von Prof. Dr. Matthias Sellmann. Sei mutig, probiere dich aus und vertraue auf Jesus – so seine Message, eingebettet in eine Geschichte über den Apfel von Isaac Newton, den Herzschmerz Kants und den Kempa-Trick im Handball. Nadja Waibel zeigte sich dann ortskundig, denn sie berichtete über ihre Erfahrungen mit Wattenscheid aus einer Glaubensperspektive und fragte nach Gott in Wattenscheid. Dass es auch einen Jakobsweg in Wattenscheid gebe, wurde ihr zügig aus dem Publikum mitgeteilt.
Nach der Pause sprach Dr. Christian Weidemann als Philosoph über die Bauchnabel von Adam und Eva. Sollten Adam und Eva mit Bauchnabeln dargestellt werden? Eine Frage, die sich seit Jahrhunderten durch Theologie, Philosophie und Kunst zieht. Eine solche Darstellung sei gar „kommunistisch“, hieß es in den 1960ern in Amerika. Amerikanische Wirrungen seien also nichts Neues, sagte Weidemann und hatte die Lacher auf seiner Seite. Last but not least betrat Wiebke Schwill die Bühne. Mit Zuschauerinteraktion, einem starken Vortrag und einer wissenschaftlich interessanten und passenden Abhandlung zu Paulus, Jerusalem und Identität, verzückte sie das Publikum. Kirche sei wie ein Seil; ohne doppelten Boden und von unten rufen die Menschen: "Also früher war das Seil aber stabiler", sagte sie.
Der Wettbewerb fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Manege frei“ der Katholischen Kirche Wattenscheid und der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung (KEFB) statt. Die fünf Teilnehmenden hatten jeweils sieben bis zehn Minuten Zeit, einen Vortrag zu einem selbst gewählten Thema zu halten. Ein wissenschaftliches Thema sollte unterhaltsam und humorvoll erzählt werden.
Bild: Andre Wielebski