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Lehrveranstaltungen

Sommersemester 2022

Aufgrund des Forschungssemesters von Frau Prof. Dr. Klöcker wird die Vorlesung asynchron als Moodle-Kurs angeboten. Das Passwort für den Moodlekurs wird nach Anmeldeschluss per Mail versandt.

Worin besteht das spezifisch Christliche theologischer Ethik – oder anders formuliert: Braucht ein Christ Gott für die Moral? Welche Rolle spielt der Glaube für unser Handeln? In der Tradition wurden diese Fragen immer wieder gestellt und das Verhältnis zwischen Glaube und Handeln ganz unterschiedlich bestimmt. Dabei wurden kontroverse Konzepte vertreten. Während die einen in Gott den Garanten für die Moral sahen, setzten andere auf die praktische Vernunft zur Begründung ethischer Normen. So entwickelten sich ganz unterschiedliche Modelle und Antworten auf die Frage nach der eigentlichen Bedeutung des Glaubens für die Ethik. Die Vorlesung will diese Modelle vorstellen und systematisch-theologisch reflektieren, welche Bedeutung der Bibel, der Natur, dem Gewissen und der Vernunft innerhalb einer theologischen Fundamentalethik zukommt und welches Profil einer Ethik im Horizont des christlichen Glaubens sich aus diesen Überlegungen für die Gegenwart ergibt.

Im Mittelpunkt des Forschungsseminars stehen aktuelle theologisch-ethische Themen und Forschungsprojekte. Es wird um eine persönliche Anmeldung per Mail bis zum 22.04.2022 bei der Lehrstuhlinhaberin gebeten. Termine und Themen der Blocksitzungen werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Spätestens mit dem Erscheinen von Alfons Auers „Autonome Moral und christlicher Glaube“ 1971 entstand eine weitreichende Diskussion innerhalb der Theologischen Ethik, die zentrale Fragen unserer Moralität und spezifisch die Rolle einer christlichen Ethik berührt. Welche Rolle spielt der Glaube für die Moral? Können wir ohne Gott das Guteerkennen? Was bedeutet Autonomie bzw. was kann Autonomie in einem christlichen Kontext bedeuten? All diesen und ähnlichen Fragen wird im Seminar nachgegangen.

Was wäre, wenn wir in einer Welt ohne Verbrechen leben könnten, weil sich jeder Mensch vollkommen moralisch verhält? Dies ist nur eine der Visionen, die unter dem Begriff Moral Enhancement seit ca. 2008 diskutiert werden. Es geht dabei vor allem um die Frage, ob es möglich ist, mit Hilfe von neurotechnischen Eingriffen unser Moralverhalten zu verbessern. Neben den sehr optimistischen Zukunftsvorstellungen stellen sich aber auch massive Anfragen, die gerade auch unsere Freiheit betreffen. Im Seminar werden wir uns diesem Phänomen in seiner ganzen Breite stellen und eruieren, ob so etwas überhaupt möglich wäre, welche Vor- und Nachteile eine solche Technologie mit sich bringen könnte und welche Folgen sich auch in anderen Bereichen aus einer Diskussion um Moral Enhancement ergeben könnten.


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Wintersemester 2022/2023 folgt in Kürze