Über Himmel und Hölle diskutieren

01.05.2014

Was macht eigentlich ein Theologe? Dieser Frage stellt sich der Mittelbau unserer Fakultät in diesem Semester. In der Goldkante geben sie hierzu acht kurzweiligen Beiträgen zur Theologie. Los gehts am 07.05. um 19:45 Uhr in der Goldkante.


Lupe

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Von der Idee zur Umsetzung

Was macht eigentlich ein Theologe? In der Bibel lesen, beten, über Gott und die Welt nachdenken? Fachfremde haben meist krude Vorstellungen, was den Forschungsbereich der Theologie angeht. Mit einer neuen Vortragsreihe außerhalb der Universität räumen junge RUB-Theologen jetzt mit diesen Vorurteilen auf und zeigen, wie relevant theologische Fragen für das eigene Leben und die Gesellschaft sind.

Die Katholisch-Theologische Fakultät verfügt über einen großen Mittelbau; das sind quasi alle wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Forscherinnen und Forscher, die keine Professur innehaben. Alleine fast 50 Doktoranden schreiben in diesem Umfeld ihre Doktorarbeit, weitere ihre Habilitation – neue, spannende Themen sind also reichlich vorhanden. Da lag es nahe, diese Themen an die Öffentlichkeit zu bringen. „Wir haben lange überlegt, welches Format wir wählen. Eine klassische Vortragsreihe war uns dann aber zu langweilig“, erinnert sich Dr. Gunda Werner, die die Reihe gemeinsam mit ihren beiden Kollegen Dr. Christian Weidemann und Franziskus Siepmann organisiert. Also tat man den Schritt vom Hörsaal in die Bar „Goldkante“ im angesagten Viertel Bochum-Ehrenfeld.
„Keep calm! The end is near!“ ist der Titel des Theologischen Salons, der im Sommersemester an vier (fußballfreien) Mittwochabenden stattfinden wird. Thematisch dreht sich alles um das „Ende des Lebens – Leben nach dem Tod“. Dogmatische Fragen stehen neben philosophischen Überlegungen und Beobachtungen; es geht um Himmel und Hölle, Tod und Hoffnung sowie Humor und Religion. Ist der Tod ein Übel? Existiert ein Himmel für den Neandertaler? Pro Abend gibt es zwei Vorträge à 20 Minuten, die aus theologischen Fachrichtungen stammen, die normalerweise wenige Berührungspunkte kennen. Zudem müssen sich die Nachwuchswissenschaftler auf eine andere Zielgruppe einstellen: „Die Vorträge müssen frei gehalten werden – in einer allgemein verständlichen Sprache“, erzählt Gunda Werner. Fachbegriffe und wissenschaftliche Bandwurmsätze sind tabu. Im Anschluss ist das Publikum eingeladen, mit den Wissenschaftlern in akademisch untypischer Umgebung zu diskutieren.
Die Themen „Tod“ und „Leben nach dem Tod“ sind nicht zufällig gewählt. „Das sind Themen, die jeden etwas angehen und zu denen jeder Theologe etwas sagen kann“, so Gunda Werner. Ausdrückliches Ziel der Vortragsreihe ist es, die Theologie aus der Universität in die Stadt zu bringen und zu zeigen, wie gesellschaftlich relevant die Fragen sind, mit denen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen. Los geht es am 7. Mai mit dem Themenschwerpunkt „Leben nach dem Tod“, bei dem unter anderem die Frage diskutiert wird, ob ein Leben nach dem Tod überhaupt wünschenswert ist. mv


Info: Termine


  • 7. Mai: „Leben nach dem Tod“
  • 4. Juni: „Himmel und Hölle“
  • 2. Juli: „Tod und Hoffnung“
  • 16. Juli: „Humor und Religion“

Beginn ist jeweils um 19:45 Uhr. Veranstaltungsort ist die Goldkante, Alte Hattinger Straße 22, Bochum-Ehrenfeld. Der Eintritt ist frei.

PR zum Theologischen Salon

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