Lehrveranstaltungen

Auf diesen Seiten finden Sie Informationen für die Lehrveranstaltungen, die an unserem Lehrstuhl angeboten werden.

Aktuelles Semester

WS 17/18

Vorlesung: Theologischer Grundkurs

Im Verlauf dieser Grundvorlesung soll geklärt werden, was Theologie ist. Wenigstens soweit geklärt, dass Studierende bereits im ersten Semester ihres Theologiestudiums eine erste, gewissermaßen vorausblickende Orientierung geboten wird. Der theologische Grundkurs versteht sich mithin als eine Einführung in den Begriff der Theologie und in ihr Studium (I). Weil es wiederum die eine Theologie nur in der Vielzahl ihrer Disziplinen gibt, erhalten die Studierenden einen Einblick in die Struktur unserer Fakultät und lernen zugleich, den Zusammenhang der einzelnen Fächer zu begreifen, auf die sie im Verlauf ihres Studiums stoßen werden (II).
Alle präsentierten Inhalte werden in Tutorien vertieft. Die Tutorien finden an unterschiedlichen Tagen wöchentlich als zweistündige Veranstaltung statt. Die Einteilung erfolgt in der ersten Sitzung.
Diese Veranstaltung ist durch Moodle unterstützt.

Zeit: Mo 10-12 Uhr

Raum: GA 03/149

Anrechenbar für: BA M I

Vorlesung: Die Weltreligionen

Die Begegnung mit unterschiedlichen Religionen gehört für viele Menschen heute zur Alltagserfahrung. Deshalb ist es auch unabdingbar, dies im Religionsunterricht zu thematisieren. In der Vorlesung wird nach dem Thema der Religion gefragt und dann erläutert, was die großen Religionen (Hinduismus, Buddhismus, Judentum, Christentum, Islam) zu diesem Thema sagen. So bietet die Vorlesung zunächst grundlegende Informationen zu diesen Religionen. Darüber hinaus geht es dann um die Frage, in welchem Verhältnis das Christentum zu den anderen Weltreligionen steht und welche Möglichkeiten und Perspektiven sich daraus für einen interreligiösen Dialog ergeben.

Raum: GA 03/149

Zeit: Di 9-10 Uhr

Anrechenbar für: MA M IV, MEd (alt) Modul B, MEd (neu) Modul E, MagTheol M 14

Vorlesung: Schrift, Tradition, Lehramt

Wer entscheidet und legt fest, was als kirchliche Glaubenserkenntnis zu gelten hat und gelten darf? Woran bemisst sich diese kirchliche Glaubenserkenntnis? Wie verbindlich ist sie für die einzelnen Glaubenden?
Um diese Frage wird die Vorlesung kreisen. Ausgangspunkt ist dabei die Einsicht: Das gesamte Volk Gottes ist Subjekt der Glaubenserkenntnis. Zu klären ist dann aber, wie sich diese Glaubenserkenntnis vollzieht, welche Aufgabe und Bedeutung in diesem Prozess verschiedene Normen, Strukturen und Institutionen (Heilige Schrift, kirchlich-theologische Tradition, Dogmen, kirchliches Lehramt, wissenschaftliche Theologie) haben.

Raum: GA 03/149

Zeit: Mi 10-12 Uhr

Anrechenbar für: BA M IV, VII; MagTheol M3 und M 20

Vorlesung: Der Wahrheitsanspruch des Christentums

Einen Menschen zu lieben bedeutet, das Beste für ihn zu wollen. Das unbefristete Gut ewigen Heils stellt nun zwangsläufig ein höheres Gut dar als ein zeitlich befristetes Glück. Wer also den einzigen Weg zum ewigen Heil zu kennen beansprucht, kann sich demnach aus Liebe gezwungen sehen, einen anderen Menschen notfalls gegen seinen Willen und unter Einsatz von Gewalt auf diesen Weg zu bringen.
Mit diesem Verdacht sieht sich zwangsläufig eine jede Religion konfrontiert, die in exklusiver Gestalt einen universalen Wahrheitsanspruch anmeldet. Entsprechend besitzen pluralistische Einschätzungen religiöser Wahrheitsansprüche im öffentlichen Bewusstsein eine größere Plausibilität, wenn sie den Religionen nur noch die Wahrnehmung von Teilwahrheiten zugestehen, die miteinander kompatibel sind und in denen das eine Göttliche jeweils in der Vielfalt von kultur- und geschichtsspezifischen Perspektiven erscheint. Die Vorlesung versucht vor dem Hintergrund der genannten Alternativen, den spezifischen Wahrheitsanspruch des Christentums zu formulieren. Ihr Ziel ist es zu zeigen, dass dieser Wahrheitsanspruch gerade in seiner nicht relativierten Gestalt ein wenig beachtetes Aufklärungspotential enthält, das die Wurzeln menschlicher – und nicht nur religiös motivierter – Gewalt aufdeckt.

Zeit: Mo 14.30-16 Uhr

Raum: HGA 30

Anrechenbar für: BA M IV

Hauptseminar: Grundvertrauen - Selbstvertrauen - Gottvertrauen

Vertrauen spielt in vielen Lebenssituationen und Lebensbereichen eine bedeutsame Rolle. So lann es Wege der Informationsbeschaffung oder der Kommunikation abkürzen, es kann Komplexität reduzieren oder Kooperation ermöglichen. Das macht verständlich, dass sich heute ein neues Interesse an diesem Phänomen zeigt und es in verschiedenen Wissenschaften erforscht wird.
Auch in religiösen Zusammenhängen kommt Vertrauen eine große Bedeutung zu. In diesem Semester sollen humanwissenschaftliche und theologische Zugänge studiert und diskutiert werden. Es geht darum, verschiedene Dimensionen des Vertrauens zu unterscheiden, aber auch zu fragen, wie sie miteinander zusammenhängen bzw. aufeinander verweisen und welche anthropologische Bedeutung sie haben.

Raum: GABF 04/354

Zeit: Di 14-16 Uhr

Anrechenbar für: MA M III; BA M VII; MEd (neu) M E; MagTheol M 20

Proseminar: Angewandte Fundamentaltheologie

Vorbesprechung 17.10.2017, 12 Uhr s. t. in GA 03/149

Das Proseminar wird in 2 Gruppen angeboten:

10. und 11.11.2017, 10-14 h (GA 6/131)

08. und 09.12.2017, 10-14 h (GA 6/131)

19. und 20.01.2018, 10-14 h (GA 6/131)

In diesem Proseminar wird anhand eines übergeordneten Themas die zentrale Frage nach dem Verhältnis von Glaube und Vernunft erläutert und diskutiert.
In der Vorbesprechung werden mehrere Themen zur Wahl gestellt, aus denen die Teilnehmer eines auswählen können. Die Themen werden anhand gut lesbarer, repräsentativer Texte erschlossen, wodurch das eigenständige Erschließen von Fachtexten verbessert werden kann.
Das Proseminar findet in drei Blöcken statt, deren Termine in der Vorbesprechung genannt werden. Begleitet werden die Blöcke von Tutorien, deren Termine ebenfalls in der Vorbesprechung festgelegt werden.

Raum: Blöcke in GA 6/131 (Vorbesprechung s. o.)

Zeit: s. o.

Anrechenbar für: BA M IV

Lektürekurs: Theologisch-philosophischer Lesekreis: Nietzsche und das Christentum


Dass gemäß Nietzsche Gott tot ist, ist weithin bekannt. Dass wir in getötet haben, fällt bei dem beliebten Zitat jedoch häufig unter den Tisch. Im Lektürekurs wollen wir uns in zwangloser Atmosphäre mit einigenden Texten von Nietzsche auseinandersetzen, da er seine Kritik am Christentum in einer beeindruckenden Konsequenz ausführt. Kaum ein atheistischer Denker der Gegenwart zieht die schonungslosen Konsequenzen, welche der Tod Gottes mit sich bringt, weshalb Nietzsche im gegenwärtigen Diskurs immer noch sehr aktuell ist.
Die Texte werden im Seminar gemeinsam gelesen und diskutiert, sodass wenig Zeit für die Vorbereitung aufgewendet werden muss.
Der Kurs wird in mehreren Blöcken stattfinden. Die Termine werden mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern abgesprochen. Die Vorbesprechung findet am 18.10.2017 um 14 Uhr statt (Raum wird noch bekanntgegeben).

Vorbesprechung: 17.10.17, 16 h, GA 7/144

Oberseminar: "Utopien der Nacht, die auf dieser Welt keinen Morgen mehr hat" (E. Bloch). Geschichtstheologische Entwürfe in der Diskussion


Das Oberseminar findet als Blockveranstaltung statt. Der Termin wird mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen abgestimmt. Die Vorbesprechung wird am 17.10.2017 um 15.00 in GABF 04/356 sein.

Durch die Einsicht in das Alter des Universums verkommt die Geschichte des Menschen zu einem Wimpernschlag der Zeit. Der Mensch entstand lange nachdem sich Leben regte und wird verschwinden, ohne dass das Universum dadurch aufhört zu existieren.
Ein zentrales Selbstverständnis der Kirche ist jedoch, dass sie an der Heilsgeschichte Gottes teilnimmt und diese in Jesus Christus zu ihrem Höhepunkt gekommen ist. Dementsprechend braucht es theologische Entwürfe, welche Heilsgeschichte und Profangeschichte in Verbindung bringen.
Wie kann der Mensch in Anbetracht der kosmischen Zeit in seiner individuellen Bedeutsamkeit vor Gott gedacht werden? Kann redlicher Weise die christliche Hoffnungsperspektive vertreten werden, wenn der Mensch nur ein Staubkorn im Universum ist?
Da die Frage nach einer Deutung des Menschen in Anbetracht seiner Geschichtlichkeit auch nicht-theologische Entwürfe herausfordert, werden wir im Seminar theistische mit nicht-theistischen Geschichtsdeutungen konfrontieren.

Anrechenbar für: BA M VII; MA M VI; MEd (neu) M E; MagTheol M 20

Vorlesung: Theologische Grundlagen der christlich abendländischen Kunst - Teil 1: Maria und die Geburt Jesu

Diese Vorlesung wird im Optionalbereich angeboten und steht auch Studierenden der Katholischen Theologie offen.

Die Krippe als Weihnachtsbild ist immer noch eines der bedeutendsten und populärsten Religionsmotive des Christentums, was sich nicht zuletzt in der vielfältigen Ausgestaltung dieser Inszenierung des Weihnachtsgeschehens zeigt, die bis in eine starke häusliche Verbreitung hinein reicht. Dabei liegt der bildlichen und szenischen Gestaltung nur ein knapper biblischer Befund zugrunde. Viele Elemente sind typologischer und traditioneller Vorstellungen entnommen, deren textliche Grundlagen sich vor allem in den verschiedenen apokryphen Kindheitsevangelien, mittelalterlichen Meditationstexten und christlichen Legenden finden lassen.
Die Vorlesung geht den vielfältigen Bildmotiven nach, die sich um das Weihnachtsgeschehen herum entwickelt haben, angefangen von alttestamentlichen Verheißungsmotiven über das Leben Marias, der Mutter Jesu, bis hin zur Ausgestaltung der Flucht nach Ägypten. Ziel der Veranstaltung ist es nicht nur die verschiedenen ikonographischen und ikonologischen Bildprogramme zu erschließen, sondern darüber hinaus auch Kenntnisse über die dem Bild immanenten Bedeutungsebenen zu vermitteln. Durch die zeitgleiche Präsentation sukzessiver Handlungsgeschehen können sich Bilder nicht zuletzt als eine Art bildlicher Synopse erweisen, die beim Betrachter emotionale Reaktionen hervorrufen will weit über theologische Aussageintentionen hinaus.

Zeit: Mo 12-14 Uhr

Raum: GABF 04/714

Anrechenbar für: BA M VII

Theologische Grundlagen der christlich abendländischen Kunst - Teil 2: Allgemeine Themen (Exkursionen)

Diese Vorlesung wird im Optionalbereich angeboten und steht auch Studierenden der Katholischen Theologie offen.

Dieser Teil ist nur in Verbindung mit Teil 1: Maria und die Geburt Jesu (Vorlesung) zu belegen.

1. Sa 02.12.2017, Selm-Cappenberg (Stiftskirche)

2. Sa 13.01.2018, Essen-Werden

3. Sa 27.01.2018 Köln

Über die Vorlesung hinaus werden bei den Exkursionen allgemeine Themen der christlichen Ikonographie angesprochen. Das Aufsuchen der Originale ist deswegen von besonderer Bedeutung, weil damit nicht zuletzt auch der kontextspezifische Bezug bei der Interpretation eine Berücksichtigung findet.

Zeit: 3 Einzeltermine samtags 9-17 Uhr