Lehrveranstaltungen

Auf diesen Seiten finden Sie Informationen für die Lehrveranstaltungen, die an unserem Lehrstuhl angeboten werden.

Laufendes Semester

WS 18/19

Vorlesung: Kirche und/oder Reich Gottes


"Jesus ja - Kirche nein" - dieses Schlagwort bringt für viele Menschen heute ihr Verhältnis zur Kirche prägnant auf einen Begriff. Die Kirche steht für sie in einem deutlichen Gegensatz zu Jesus; seine befreiende Botschaft vom Reich Gottes wird durch beengende Dogmen und Normen verdeckt.

In dieser Vorlesung wird der fundamentaltheologischen Frage nach dem Grund und der Wahrheit der Kirche nachgegangen. In welchem Zusammenhang steht die Kirche mit Jesus und seiner Reich-Gottes-Botschaft? Gibt es Kriterien, die Wahrheit der Kirche kritisch zu unterscheiden von Verfälschungen und der Verfehlung ihres Auftrags? In welchem Verhältnis steht die Kirche zur eschatologischen Wirklichkeit des Reiches Gottes?

Diese Veranstaltung ist auch für die SchülerUni geöffnet.

Dozent: Prof. Knapp

Anrechenbar für: Mag.-Theol. M 3, Mag.-Theol. M10, BA Modul IV, BA Modul VII(Wahlmodul)

Literaturhinweise: a) Handbuch der Fundamentaltheologie 3: Traktat Kirche, Tübingen 2002. b) M. Knapp, Die Vernunft des Glaubens. Einführung in die fundamentaltheologie, Freiburg Br. 2009, 291-326.

Zeit und Ort: Mi 10-12; GA 03/149

Beginn: 17.10.2018

Vorlesung: „Naturwissenschaft ohne Religion ist lahm…“ (Albert Einstein) Das Verhältnis von Schöpfungsglaube und Naturwissenschaft


Für viele Menschen steht der Schöpfungsglaube im Widerspruch zu den Erkenntnissen der modernen Naturwissenschaften. Er ist in ihren Augen daher unvernünftig und muss aufgegeben werden. Wer dennoch am Schöpfungsglauben festhält, steht unter dem Verdacht, einem religiösen Fundamentalismus verfallen zu sein. Die Theologie muss sich dieser Herausforderung stellen und Rechenschaft über das Verhältnis von Schöpfungsglaube und moderner Naturwissenschaft ablegen. Es geht also um einen zentralen Aspekt der fundamentaltheologischen Frage nach der Verhältnisbestimmung von Glaube und Vernunft.

Ausgehend von der Frage, was theologisch Schöpfung heißt, sollen in dieser Vorlesung unterschiedliche Modelle einer solchen Verhältnisbestimmung diskutiert werden. Sodann muss geklärt werden, wie sich der naturwissenschaftliche und der theologische Blick auf die Natur unterscheiden. Das gilt es dann anhand grundlegender naturwissenschaftlicher Theorien (Urknalltheorie, Evolutionstheorie) zu konkretisieren und zu überprüfen.


Dozent: Prof. Knapp

Anrechenbar für: Mag.-Theol. M 6, MA Modul III, Med (2013) Modul B/Modul E.

Literaturhinweise: a) R. Esterbauer, (Fundamental-)Theologie und Naturwissenschaften, in: K. Müller (Hg.), Fundamentaltheologie. Fluchtlinien und gegenwärtige Herausforderungen, Regensburg 1998, 261-279. b) W. Krötke, Erschaffen und erforschen. Mensch und Universum in Theologie und Naturwissenschaft, Berlin 2002. c) J.G. Barbour, Naturwissenschaft trifft Religion. Gegner, Fremde, Partner?, Göttingen 2010. d) H. Kessler, Evolution und Schöpfung in neuer Sicht, Kevelaer 2010³.

Zeit und Ort: Di 9-10; GA 03/149

Beginn: 16.10.2018

Vorlesung: Die theologische Herausforderung der Religionskritik


Auch wenn die neuzeitliche Religionskritik in der Absicht daherkommt, Gott als Projektion zu entlarven, dürfen Glaube und Theologie sich gelassen ihrer Provokation stellen. Denn bevor die Religionskritik in der Neuzeit zu einem Projekt des Atheismus wurde, war sie in ihren Anfängen eine Aufgabe des religiösen Bewusstseins. Indem der biblische Glaube nämlich den einen Gott von den selbstgemachten Göttern unterschied, die nur Spiegelung menschlicher Bedürfnisse waren, hatte er selbst religionskritische Züge. Vor diesem Hintergrund darf erwartet werden, dass die neuzeitliche Religionskritik ungeachtet ihres Selbstverständnisses keineswegs den religiösen Glauben demontiert, sondern zu seinem vertieften Verständnis anleitet.

Diese Veranstaltung ist auch für die SchülerUni geöffnet.

Dozent: Prof. Neuhaus

Anrechenbar für: BA Modul IV, BA Modul VII

Literaturhinweis: Gerd Neuhaus, Fundamentaltheologie - Zwischen Rationalitäts- und Offenbarungsanspruch, Regensburg 2013, 59–120.

Zeit und Ort: Mo 14.30-16; GABF 04/714

Beginn: 15.10.2018

Vorlesung: Theologische Grundlagen der christlich abendländischen Kunst. Teil 1: Wunder im NT und AT


Zeichen und Wunder sind Teil des im Neuen Testament beschriebenen Wirkens Jesu zur Unterstreichung seines messianischen Machtanspruchs. Zeichen und Wunder lassen sich aber auch schon im Alten Testament finden, wo sie als Machterweise Gottes vor dem Volk Israel dienen. In der christlichen Re-Lektüre werden allerdings diese alttestamentlichen Wundererzählungen häufig als Präfigurationen verstanden, die bereits – unter bestimmten Vergleichsmotiven – auf Jesus hinweisen, wie zum Beispiel das Mannawunder beim Zug des Volkes Israel aus Ägypten in das verheißene Land Israel und die Brotvermehrung Jesu. Darüber hinaus werden Zeichen und Wunder der Anhänger Jesu berichtet, die sich eng an die Wundergeschichten Jesu anlehnen und ihnen motivisch nachgebildet sind.

In der Veranstaltung geht es darum, den bildlichen Darstellungen der Wundermotive im Einzelnen ikonographisch und ikonologisch systematisch nachzugehen. Ausgehend von den Wundergeschichten Jesu werden dann Wundermotive der Apostelgeschichte und schließlich aus dem Alten Testament erschlossen.

Dozent: Prof. Reichling

Anrechenbar für: Optionalbereich: Theologische Grundlagen der christlich abendländischen Kunst Teil 1: Wunder im NT und AT und BA Modul VII

Zeit und Ort: Mo 12-14; GA 03/149

Beginn: 22.10.2018

Exkursion: Theologische Grundlagen der christlich abendländischen Kunst


Dozent: Prof. Reichling

Anrechenbar für: Optionalbereich: Theologische Grundlagen der christlich abendländischen Kunst Teil 2: Allgemeine Themen

Eine Teilnahme ist für alle Studierende, die an Teil 1 teilgenommen haben, möglich.

Zeiten und Orte: Samstags 9.00 – 17.00 Uhr: 1. Sa 24.11.2018, Dortmund; 2. Sa 12.01.2019, Cappenberg; 3. Sa 25.01.2019, Xanten

Hauptseminar: Handelt Gott in der Welt?


Wenn auch eines der Hauptstichworte bei der Beschreibung der geistigen Situation des Westens ‚Säkularisierung‘ lautet, so heißt das doch nicht, dass die Menschen schlichtweg areligiös wären. Viele können sich gut vorstellen, dass es ‚irgendetwas Höheres‘ gibt, eine ‚Macht, die über allem steht‘. Problematisch erscheint es dagegen, wenn das unbestimmte spirituelle Gefühl oder die vage Ahnung konkretisiert wird: Der Ruch des Anmaßenden, gar des Fundamentalistischen und Totalitären haftet dezidierten religiösen Wahrheitsbehauptungen an. Das trifft das Christentum an einer zentralen Stelle, ist sein Glaube doch an Konkretheit kaum zu überbieten: Gott handelt nicht nur oberflächlich, äußerlich an der Welt, sondern er handelt in ihr und aus ihrem Inneren heraus, indem er Mensch wird und seine Herrschaft überall auf der Welt auszubreiten beansprucht. Wie lässt sich die Zumutung eines derart konkret werdenden Handelns Gottes in der Welt auf wissenschaftlichem Denkniveau plausibilisieren? Was meinen Christen genau, wenn sie ein Handeln Gottes in der Welt behaupten, und wie verhält sich diese Behauptung zum Postulat der Vernunfthaftigkeit des christlichen Glaubens? Solche und verwandte Fragen werden im Hauptseminar bedacht und diskutiert werden.

Dozenten: Prof. Knapp/B. Poetsch

Anrechenbar für: BA Modul VII, Mag.-Theol. M 20, Med (2013) Modul E

Zeit und Ort: Di 14-16; GA 6/131

Beginn: 16.10.2018



Oberseminar: Fundamentaltheologische Entwürfe der evangelischen Theologie des 20. Jh.


Das Oberseminar findet als Blockveranstaltung am statt. Der Termin wird mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen abgestimmt. Die Vorbesprechung findet am 16.10.2018 um 15.Uhr c.t. in GA 6/ 131 statt.

"Fundamentaltheologie" ist für die evangelische Theologie des 20. Jahrhunderts ein verbranntes Wort. Der Begriff impliziert für viele evangelische Theologinnen und Theologen eine natürliche Theologie, die meint, dass Gott mit der Vernunft erkannt werden könnte und nicht auf die Offenbarung angewiesen sei.

Spätestens ab Karl Barth stellt dies keinen gangbaren Weg für die deutsche evangelische Theologie mehr dar. Denn, so sein großes Dictum, Gott kann nur durch Gott erkannt werden. Nur weil der trinitarische Gott sich selbst offenbart hat, kann der Mensch von ihm sprechen. Damit sind für Barth alle Versuche, Argumente für den Glauben an Gott ausgehend von der Vernunft zu finden, hinfällig. Über Gott lässt sich nur angemessen sprechen, wenn das Wort Gottes immer wieder neu ausgelegt wird. In der menschlichen Natur gibt es keinen "Anknüpfungspunkt" für die Offenbarung, welcher der Vernunft zugänglich wäre.

Wie kann unter diesen Voraussetzungen der Gottesglaube noch als vernünftig ausgewiesen werden? Die Barth folgende Theologie des 20. Jh. arbeitet sich daran ab, wie einerseits der Primat der Offenbarung gewahrt werden kann, andererseits theologisches Reden als vernünftig und kommunikabel ausgewiesen werden kann.

Im Seminar wollen wir uns anhand ausgewählter evangelischer Theologen des 20. Jh der Frage widmen, wie aus der Perspektive evangelischer Theologie Glaubensverantwortung möglich sein kann.

Dozenten: Prof. Knapp/M. Adolphs

Anrechenbar für: BA Modul VII, Med (2013) Modul B, MA Modul IV, Mag.Theol. M 20

Zeit und Ort: Blockveranstaltung; der Termin wird mit den Teilnehmern abgesprochen. Vorbesprechung: 16.10.17, 15 h c.t. GA 6/131

Lektürekurs: J. Ratzinger, Einführung in das Christentum


1968 – eine Jahreszahl, die wohl die wenigsten Zeitgenossen mit Höhenflügen der katholischen Theologie assoziieren. Im Vordergrund der Erinnerung dürften bei den meisten Ereignisse wie die Studentenrevolte der sogenannten ‘68er, Woodstock und die sexuelle Revolution stehen. Aber in genau diese Situation massiver gesellschaftlicher Veränderung hinein hielt Joseph Ratzinger 1967 Einführungsvorlesungen über die Grundlagen des Christentums, die eine große Hörerschaft anzogen. Die Veröffentlichung dieser Vorlesungen in Buchform 1968 wurde ein Bestseller – der bis heute weithin geschätzt wird und sich als überaus langlebiger theologischer Versuch erwiesen hat, das Christentum unter den Bedingungen der Gegenwart als plausibel zu erweisen.

Obwohl sich die gesellschaftliche Situation seit 1968 in vielfältiger Weise gewandelt hat, bleiben viele Einsichten und Überlegungen der ‚Einführung in das Christentum‘ auch heute erstaunlich relevant – wie ja auch anderseits viele Weichenstellungen der ‘68er bis heute ihre Wirkung haben. Zweifelsohne hat Joseph Ratzinger ein wegweisendes Buch geschrieben, das man sicherlich als Klassiker bezeichnen darf. In jedem Fall ist das Buch ein Muss für alle Theologinnen und Theologen. Die Lektüre ist ein Gewinn für alle, die ein vor dem Hintergrund gegenwärtiger Herausforderungen reflektiertes Verständnis des Glaubens erwerben und heute sprach- und auskunftsfähig gegenüber nichtglaubenden Mitmenschen sein wollen.

Im Kurs werden wir uns das Buch in Lektüre und Gespräch erschließen und in Bezug zu eigenen Erfahrungen und Überlegungen setzen.

Dozent: B. Poetsch

Anrechenbar für: MA Modul III, Med Modul B

Zeit und Ort: n. V., Vorbesprechung am 16.10. um 14 Uhr c. t. in GA 6/131.

Lektürekurs: Theologisch-philosophischer Lesekreis


Dozent: M. Adolphs

Anrechenbar für: Interessierte sind eingeladen, keine Modulzuordnung

Zeit und Ort: n. V., Vorbesprechung am 16.10. um 16 Uhr s. t. in GA 7/144

Proseminar: Angewandte Fundamentaltheologie


Das Proseminar Angewandte Fundamentaltheologie wird in diesem Wintersemester nicht angeboten. Für die Erfüllung der Anforderungen im BA Modul IV verweisen wir Sie auf die Veranstaltung "Themen der Fundamentaltheologie" im Sommersemester. Wenn Sie bereits zum Ende des WS 18/19 die Modulabschlussprüfung im BA Modul IV ablegen möchten und dafür noch diese Veranstaltung belegen müssten, wenden Sie sich zur Festlegung einer Ersatzveranstaltung bitte an das Sekretariat unseres Lehrstuhls.