Ziel erreicht. Ende. Zeit für Neues.

02.05.2018

Fakultät feiert Absolventinnen und Absolventen der Katholischen Theologie

Am Freitag, den 27.04.2018, feierte die Katholisch-Theologische Fakultät die Studentinnen und Studenten, die im vergangenen Jahr einen Abschluss in Katholischer Theologie erlangt haben. Über 200 Gäste kamen zum Gottesdienst, der dem offiziellen Akt vorausging, und zur feierlichen Überreichung der Urkunden und Preise für herausragende Leistungen.

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© RUB, Schwettmann

Examen ist Ziel, Ende und Übergang

Vertreten durch ihren Dekan, Prof. Dr. Thomas Söding, überreichte die Katholisch Theologische Fakultät den Absolventinnen und Absolventen der verschiedenen theologischen Studiengänge im Kreise ihrer Verwandten und Freunde ihre Examensurkunden. Die unterschiedlichen Examina seien zugleich Ziel, Ende und Übergang, so der Dekan Prof. Dr. Thomas Söding in seinem Grußwort an die versammelten Gäste.
Insgesamt erreichten über 80 Studentinnen und Studenten Abschlüsse in den Studiengängen Bachelor, Master of Arts, Master of Education, Magister und Promotion. Alle Absolventinnen und Absolventen hätten dabei besonders zwei wesentliche Fähigkeiten unter Beweis gestellt, so der Dekan: "erstens eine Orientierung in der Breite der Katholischen Theologie, die in der Fülle der Aspekte, im Anspruch des Denkens und in der persönlichen Herausforderung des Faches keinen Vergleich mit anderen Fächern zu scheuen braucht, und eine konzentrierte Tiefenbohrung bei einem ganz besonderen Thema."
Als Beispiele nannte er einige Titel verschiedener Abschlussarbeiten. So entstanden im vergangenen Jahr Arbeiten zu den Themen Mode als Religion oder Gehälter im Fußball, über den Diakonat der Frau oder die Gottesherrschaft bei Paulus, über den Hexendiskurs in der NS-Zeit und über Kolumbarien, über Mission im 6. Jahrhundert und über Sterben, Tod und Trauer im Web 2.0, über das Stämmesystem im antiken Israel und das Phänomen "Madonna", über das Proportionlitäts-Axiom in der Christologie Karl Rahners und christliche Politik in der Abtreibungsfrage.

Förderprogramme angekündigt

Für den geplanten "Tag der Projekte" am 20. Juni 2018 stellte der Dekan in Aussicht, den besonders heruasragenden Arbeiten noch einmal ein würdiges Forum zu bieten. Schließlich sei das Examen aber Start- und Ausgangspunkt für den nächsten Schritt in der theologischen Karriere. Der Dekan kündigte an, dass neben dem bereits angelaufenen Förderprogramm für Frauen in der Wissenschaft nun auch ein Promotionsstipendien – für Frauen und Männer – ausgelobt und eine fakultätseigenes Graduiertenschule eingerichtet werde.
Alle Absolventinnen und Absolventen forderte der Dekan auf, im gesellschaftlichen Diskurs kommunikations- und kooperationsfähig zu bleiben und wünschte ihnen gleichzeitig einen wachen Blick für die kommenden Aufgaben.

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© RUB, Schwettmann

Grußworte und Promotionsvortrag

Neben dem Dekan richtete auch der Vertreter der Gesellschaft zur Förderung der Katholisch-Theologischen Fakultät Ludger Viefhues sein Grußwort an die Absolventinnen und Absolventen.
In einem leicht humoristischen Gruß entwickelten Miriam Pawlak und Matija Vudjan vom Fachschaftsrat die Dreiheit in der Einheit des Theologiestudiums, indem sie auf auf die Vorzüge und besonders erinnerungswürdigen Momente des Theologiestudiums anspielten.
Pater Dr. Jean Prosper Agbagnon stellte in dem traditionell von einem Promotionsabsolventen gehaltenen Vortrag seine Überlegungen zur Anthropologie im Psalm 139 vor. Er entfaltete die Verbindungslinien zwischen den Versen des alttestamentlichen Beters und einer Gottesmystik, in denen eine intensive Erfahrung und ein unmittelbares Bewusstsein der Präsenz Gottes zum Ausdruck kämen.

Preisverleihungen in festlichem Rahmen

Die Examensfeier bildete darüber hinaus den festlichen Rahmen für die Verleihung der verschiedenen Preise für herausragende Studentische Leistungen. So ging der Preis der Alfred Delp Gilde in diesem Jahr an Jens Schwarzkamp für seine Masterarbeit Christliche Flüchtlinge als Herrausforderung und Ressource für eine Heterogenitätsfähige Religionsdidaktik.
Den Preis für Studierende 2017 erhielt Tabea Diek, die leider nicht an der Vernastaltung teilnehmen konnte. Ihre Magisterarbeit trug den Titel Die gute alte Kirche, wenn sie denn überhaupt gut war, wird nicht zurückkehren. Soziologische, Theologische und Diskurstheoretische Betrachtungen zur Sozialreform der katholischen Kirche in Deutschland.
Rainer Littman wurde für seine Bachelorarbeit Die Glaubwürdigkeit des christlichen Glaubens nach dem II Vatikanum mit dem Förderpreis des Fördervereins der Katholisch-Theologischen Fakultät ausgezeichnet.
Musikalisch wurde die Feier von Jona Kümper begleitet.