Das Lore-Agnes-Projekt: Spot on. Frauen in theologischer Lehre und Forschung

Spot on Plakat final
Lupe

Wissenschaftliche Literatur, die innerhalb theologischer Lehrveranstaltungen rezipiert wird, stammt überwiegend von Männern und die Thematisierung von Frauen und Genderfragen in Theologie und Kirche wird oft allein der feministischen Theologie überlassen. Dies liegt zum einen an der Überrepräsentation von Männern auf theologischen Lehrstühlen und zum anderen daran, dass Ansätze von Frauen bisher weniger Eingang in die Curricula der theologischen Fächer gefunden haben, weil ihnen erst spät der Zugang zu wissenschaftlichen Diskursen der Theologie gewährt wurde.

Das Projekt „Spot On: Frauen in der theologischen Forschung und Lehre“ setzt sich deshalb mit Frauen in der Theologie und Theologie von Frauen auseinander. Indem im Rahmen einer Online-Ringvorlesung auf das Potenzial von Ansätzen von Theologinnen aufmerksam gemacht und eine Reflexion über Lehrveranstaltungsinhalte und rezipierte Literatur angeregt wird, will das Projekt einen Beitrag zur Gleichstellung innerhalb der akademischen Theologie leisten und ist an Studierende und alle Interessierte gerichtet. Ausgewählt wurde ein vorwiegend historischer Zugang, der die Potentiale des Vorhabens anzeigt und bekannte Theologinnen, die sich als Expertinnen auf Ihren Gebieten, nicht zwingend den Genderthemen, als Expertinnen ausgewiesen haben, für diese Vorlesung gewinnen konnte.

Den Start der gemeinsamen Arbeit der Initiatorinnen J. van der Linde und A. Brand an Genderthemen markiert die Zusammenarbeit in einem Nachwuchsforscherinnenprogramm der Katholisch-Theologischen Fakultät. Strukturell gefestigt wurde diese durch die Aufgaben in der Gleichstellung der Fakultät, zu dessen Team beide Initiatorinnen gehören. Die Idee dieses Projektes beruht auf den Beobachtungen eigener Studienbiographien und dem punktuellem Vergleich zu aktueller Studienliteratur an der Fakultät, der Reflexion geeigneter Vorbilder für die Profession der beiden Nachwuchswissenschaftlerinnen, sowie der inhaltlichen Recherchearbeit, um jene Beobachtungen zu validieren. Das Projekt stellt deshalb Theologie von Frauen in den Fokus, die bisher oft aus dem Blickfeld der theologischen Betrachtung fallen ohne einem Anachronismus Vorschub zu leisten und die historischen Aspekte außen vor zu lassen.

Gefördert wird das Projekt durch die das universitätsinterne Lore-Agnes Programm, das mit insgesamt 150000€ über acht Projekte fördert. Aleksandra Brand und Julia van der Linde haben sich mit ihrem Projekt, das sich durch das Onlineformat und mit einem Podcast explizit an eine breite Öffentlichkeit richtet und den fachlichen und überfachlichen Austausch innerhalb Deutschlands und der Schweiz sucht, durch innovatives und aktuelles und interdiszilinäres Arbeiten durchgesetzt und werden zusätzlich von der Katholisch-Theologischen Fakultät in ihrem Vorhaben unterstützt und gefördert.

Die Vorlesungen enthalten auch einen Teil der Diskussion und Gespräch mit der Referenetin ermöglichen soll. Für die Teilnahme an der Ringvorlesung bitten wir um eine vorherige Anmeldung via Email an aleksandra.brand@rub.de. Sie erhalten einen Zoom-Link mit dem Sie teilnehmen können. Die Vorträge (keine Diskussionen) sind über den eigenen Podcast Lores Töchter online auch im Nachhinein zugänglich.

Herzliche Einladung,

Aleksandra Brand und Julia van der Linde


Plakat
Literatur zu den Referentinnen


Aleksandra Brand

Photo 10.2020

Julia van der Linde