Angeklickt!

Aktuelle Lehrveranstaltungen - Sommersemester 2018

Vorlesung: Einführung in die Theologische Ethik

Dienstags 14-16 Uhr
Jun.Prof. Dr. Katharina Klöcker

Worin besteht das spezifisch Christliche theologischer Ethik – oder anders formuliert: Braucht ein Christ Gott für die Moral? Welche Rolle spielt der Glaube für unser Handeln? In der Tradition wurden diese Fragen immer wieder gestellt und das Verhältnis zwischen Glaube und Handeln ganz unterschiedlich bestimmt. Dabei wurden kontroverse Konzepte vertreten. Während die einen in Gott den Garanten für die Moral sahen, setzten andere auf die praktische Vernunft zur Begründung ethischer Normen. So entwickelten sich ganz unterschiedliche Modelle und Antworten auf die Frage nach der eigentlichen Bedeutung des Glaubens für die Ethik. Die Vorlesung will diese Modelle vorstellen und systematisch-theologisch reflektieren, welche Bedeutung der Bibel, der Natur, dem Gewissen und der Vernunft innerhalb einer theologischen Fundamentalethik zukommt und welches Profil einer Ethik im Horizont des christlichen Glaubens sich aus diesen Überlegungen ergibt.


Hauptseminar: Drei-Eltern-Babys, Social freezing, Leihmutterschaft...? Fragen der Fortpflanzungs-medizin in theologisch-ethischer Reflexion

Blockseminar
Jun.Prof. Dr. Katharina Klöcker

Termine:

Dienstag, 17.04.2018 18-20 Uhr (verbindliche Vorbesprechung)
Freitag, 27.04.2018, 10-17 Uhr (incl. Besuch eines Reproduktionsmedizinzentrums in Essen)
Montag, 04.06.2018, 10-17 Uhr
Freitag, 22.06.2018, 10-17 Uhr

Das Seminar ist auch für Studierende der Gender Studies geöffnet.
Herzlich willkommen!

Hinweis: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Bitte melden Sie sich in E-Campus an und nehmen Sie an der verbindlichen Vorbesprechung teil.


In diesem Jahr feiert Louise Brown ihren 40. Geburtstag. Sie ist der erste in einer Petrischale gezeugte Mensch. Was Ende der 1970er Jahre eine Sensation sondergleichen war ist mittlerweile Alltag auf Geburtsstationen. Rund 20.000 in vitro gezeugte Babys kommen pro Jahr allein in Deutschland auf die Welt. Die Konsequenzen, die sich aus der Technisierung des Zeugungsvorgangs ergeben, sind in ihren Ausmaßen noch gar nicht ganz absehbar. Ohne die künstliche Befruchtung gäbe es eine lange Reihe von gegenwärtig höchst umstrittenen Fragestellungen nicht. Aktuell diskutiert wird etwa die Frage, welche neuen Konstellationen von Elternschaft sich etablieren werden und welche Auswirkungen die Vervielfältigung von Elternschaft für alle Betroffenen hat. Weitere Fragen ergeben sich im Hinblick auf Samen- oder Eizellspenden, Leihmutterschaft, Embryonenspende oder social freezing. Diese und weitere Fragen greift das Hauptseminar auf. Geplant ist ein interdisziplinärer Austausch mit einem Arzt aus einem Kinderwunschzentrum. Welche theologisch-ethischen Perspektiven lassen sich entwickeln?