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Aktuelle Lehrveranstaltungen - Wintersemester 2018/2019

Vorlesung: Einführung in die Bioethik in theologischer Perspektive

Montags 16-18 Uhr in Raum GA 03/149 (ab 22.10.2018)
Jun.Prof. Dr. Katharina Klöcker

Wie gehen wir verantwortungsvoll mit dem eigenen Leben und dem Leben anderer um? Diese Frage bewegt die Bioethik. Rasante Fortschritte innerhalb der Biomedizin eröffnen neue und hilfreiche Handlungsmöglichkeiten; sie provozieren zugleich aber auch immer wieder die Frage, wo Grenzen zu ziehen sind und wie solche Grenzziehungen überzeugend begründet werden können. Auch die theologische Ethik beteiligt sich an kontrovers geführten gesellschaftlichen Bioethikdebatten. In der Vorlesung sollen einige zentrale Grundlagen, Methoden und Denkfiguren einer theologischen Bioethik erarbeitet und kritisch reflektiert werden.

Die einstündige Vorlesung wird doppelstündig in der ersten Semesterhälfte (15.10.2018-26.11.2018) angeboten.


Vorlesung: Die Bibel als Quelle theologischer Ethik

Montags 16-18 Uhr GA 03/149 (ab 3.12.2018)
Jun.Prof. Dr. Katharina Klöcker

Bibelzitate dienten der traditionellen Moraltheologie meist lediglich zur Ausschmückung oder nachträglichen Absicherung einer naturrechtlich fundierten Morallehre. Im 20. Jahrhundert wird das Verhältnis von Bibel und christlicher Ethik jedoch grundlegend neu reflektiert und bestimmt. Richtungsweisende Entwürfe wie zum Beispiel „Das Gesetz Christi“ (1954) von Bernhard Häring entstehen. Das Zweite Vatikanische Konzil drängt die Moraltheologie, sich intensiver auf die Heilige Schrift einzulassen. Doch offen bleibt, wie das Verhältnis von Bibel und Ethik neu zu bestimmen ist. Im Zuge der Herausbildung des Konzepts einer autonomen Moral im Anschluss an das Konzil verschärft sich die Frage, ob die Bibel nicht wiederum auf eine „ornamentale Funktion“ reduziert wird. Wenn die Erkenntnis und Geltung moralischer Normen den Glauben nicht voraussetzen, dann muss die Rolle der biblischen Botschaft für die theologische Ethik neu gedacht werden. Die Vorlesung will die angedeutete Entwicklung und unterschiedliche Verhältnisbestimmungen von Bibel und Ethik darstellen und kritisch reflektieren.

Die einstündige Vorlesung wird doppelstündig in der zweiten Semesterhälfte (3.12.2018-28.01.2019) angeboten.


Hauptseminar: Gewissen und Autorität

Montags 12-14 Uhr GABF 04/714
Jun.Prof. Dr. Katharina Klöcker

Im Bereich christlicher Sexualethik kommt es im Jahr 1968 zu einem heftigen Konflikt zwischen kirchlicher Autorität und Gewissen, der sich an dem päpstlichen Verbot künstlicher Empfängnisverhütungsmittel entzündete. 50 Jahre nach dem Erscheinen der Enzyklika Humanae vitae und der Königsteiner Erklärung befasst sich das Seminar mit der nach wie vor virulenten Frage nach dem Verhältnis zwischen Gewissen und (kirchlicher) Autorität. Gemeinsam erarbeitet wird, inwiefern das Gewissen ein Schlüsselbegriff christlicher Ethik darstellt und welche Konzeptionen in der christlichen Tradition wirkmächtig wurden. Diskutiert werden darüber hinaus unterschiedliche Positionen zum Verhältnis von Gewissen und Autorität, vor deren Hintergrund konkrete Konfliktkonstellationen reflektiert und diskutiert werden sollen.

Im Rahmen des Seminars wird am 6. November 2018 folgende Veranstaltung in der Katholischen Akademie Die Wolfsburg besucht:
Sexueller Missbrauch in der Kirche - Die Ergebnisse der Forschungsstudie, mit: Prof. Dr. Andreas Kruse, Prof. Dr. Eric Schmitt, Forschungskonsortium der MHG Studie zum Sexuellen Missbrauch; Dr. Franz-Josef Overbeck, Bischof von Essen; Dr. Andrea Redeker, Bischöfliche Präventionsbeauftragte gegen sexualisierte Gewalt; Dr. Michael Schlagheck, Akademiedirektor. (Dafür entfallen die Sitzungen am 22. und am 29. Oktober)