
Vom 20. bis 22. November 2026 findet die 40. Jahrestagung des Schwerter Arbeitskreises Katholizismusforschung statt. Der Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit wird bei dieser Jubiläumstagung vertreten durch Florian Bock und Daniel E. D. Müller. Darüber hinaus sind auch viele aus dem Netzwerk befreundeter und assoziierter Wissenschaftler*innen zu Gast, darunter Alina Potempa (Hamburg), Alessandro Bellino (Mailand) und Mark Edward Ruff (St. Louis, USA). Weitere Informationen und die Vortragstitel finden Sie im Flyer.
Am 17. Juli 2026 referiert Daniel E.D. Müller in Aachen auf Einladung der Begabtenförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung zu dem Thema „Der Vatikan und Deutschland im 20. Jahrhundert“. Im Rahmen des Seminars „Religion und Politik zwischen Herrschaftslegitimation und Machtsubversion“ analysiert er das wechselvolle diplomatische Verhältnis zwischen dem Heiligen Stuhl und den verschiedenen deutschen Staatssystemen. Der Vortrag spannt den Bogen von Kaiserreich und Weimarer Republik über die Herausforderungen der NS-Zeit und die deutsche Teilung bis zur Wiedervereinigung und beleuchtet, wie der Vatikan mal systemstabilisierend, mal machtsubversiv auf die politischen Umbrüche in Deutschland einwirkte.
Ab dem 1. Juli 2026 ist Florian Bock nicht mehr Studiendekan und Sandra Frühauf und Philipp Goldt sind nicht mehr als Studienfachberater:innen im BA./MA./M.Theol. tätig. Neue Studiendekanin und damit zuständig für Rückfragen zu diesen Studiengängen ist Frau Judith Brühne. Sie ist vorerst unter der Funktionsmailadresse bama-kath@ruhr-uni-bochum.de zu erreichen.
Cindy Tarczewski, wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Mittelalterliche und Neuere Kirchengeschichte (MNKG), hat sich erfolgreich für die deutsch-französische Schreibwerkstatt (L'atelier d'écriture franco-allemand) des CIERA (Centre interdisciplinaire d'études et de recherches sur l'Allemagne) beworben und vom 22.06. bis 26.06.2026 daran teilgenommen. In Kooperation mit dem Deutschen Historischen Institut Paris bot die Schreibwerkstatt den Teilnehmenden die Möglichkeit, in der Normandie während intensiver Schreib- und Diskussionsphasen an ihren aktuellen wissenschaftlichen Projekten, beispielsweise Masterarbeiten oder Dissertationen, zu arbeiten.
Florian Bock übernimmt die Moderation (Chair) des Eröffnungspanels „Politics and Preaching“ bei der internationalen Tagung Pulpit and Power: Rhetorics at the Crossroads of Religion and Politics, die vom 16. bis 18. Juli 2026 an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin stattfindet. Die interdisziplinäre Konferenz widmet sich dem Verhältnis von Religion, Politik und Predigt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Theologie, Geschichts-, Literatur-, Kultur- und Sozialwissenschaften diskutieren, wie religiöse und politische Rhetorik gesellschaftliche Prozesse prägen und beeinflussen. Weitere Informationen zur Tagung finden Sie hier.
Am Freitag, den 19. Juni, fand das Oberseminar des Lehrstuhls für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit statt. Insgesamt kamen über 20 Personen zu der Veranstaltung zusammen. Neben interessierten Studierenden, Mitarbeitenden des Lehrstuhls sowie Doktorandinnen und Doktoranden nahmen auch Vertreterinnen und Vertreter der Kommission für Zeitgeschichte sowie zwei internationale Gäste an der Veranstaltung teil. Aus St. Louis war Prof. Dr. Mark E. Ruff angereist; zudem nahm Alessandro Sintoni (Bologna/Mainz) am Oberseminar teil.
Im Rahmen des Oberseminars stellten mehrere Doktorandinnen und Doktoranden Kapitel aus ihren entstehenden Qualifikationsschriften vor. Die Beiträge wurden anschließend gemeinsam diskutiert und kritisch erörtert.
Im Rahmen der Ringvorlesung „Krieg. Literatur der Frühen Neuzeit und ihre kulturellen Kontexte“ hält Florian Bock den Vortrag „Die Bauernkriege 1525/26 – katholische Antworten auf eine »wilde Handlung« (G. Schwerhoff)“. Der Vorlesung findet am 29.06 von 12–14 Uhr im Raum HGB 20 statt. Weitere Informationen zur Ringvorlesung finden Sie hier.
Der Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit (Prof. Dr. Florian Bock) sucht zum 15. Dezember 2026 eine wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. einen wissenschaftlichen Mitarbeiter (m/w/d) in Vollzeit (100 %). Die auf drei Jahre befristete Stelle (E 13 TV-L) richtet sich an Personen mit herausragender Promotion in Geschichte oder Katholischer Theologie mit Schwerpunkt in der neuzeitlichen Kirchengeschichte. Aufgabenschwerpunkte sind die Unterstützung des Lehrstuhls in Forschung und Lehre, die Mitwirkung bei der Kommission für Zeitgeschichte e.V. sowie die Beteiligung an der akademischen Selbstverwaltung. Bewerbungen sind bis zum 9. Juni 2026 über das Online-Bewerbungsportal der Ruhr-Universität Bochum unter Angabe der ANR 5716 einzureichen. Die vollständige Ausschreibung finden Sie hier.
Unter kirchenhistorischer Beratung von Florian Bock und Lea Torwesten (Doktorandin am Lehrstuhl) ist die neue Ausgabe des Kursbuch Religion 2 (Westermann Verlag) erschienen. Das Schulbuch richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klasse und bietet alle Grundlagen für einen kompetenzorientierten evangelischen Religionsunterricht. Die Ausgabe 2025 integriert aktuelle didaktische Konzepte und setzt besondere Schwerpunkte im digitalen sowie im interreligiösen Lernen. Weitere Informationen zum Schulbuch finden Sie auf der Website des Westermann Verlags.
Im Sommer 2026 bietet Studium in Israel zwei Veranstaltungen für Studierende der Theologie und angrenzender Fächer an: Am 19. Juni 2026 um 17:00 Uhr findet ein digitales Informationstreffen zum Studienprogramm in Jerusalem statt. Zudem wird vom 19. bis 28. August 2026 erstmals eine Summerschool zum Thema „Krieg und Frieden aus jüdischer und christlicher Sicht“ angeboten. Weitere Informationen zu beiden Veranstaltungen sowie zum Studienprogramm finden Sie auf der Website von Studium in Israel.
Die Forschungsstelle der Kommission für Zeitgeschichte befindet sich seit dem 1. März 2026 am Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. Vorerst, bis zur Bekanntgabe neuer Kontaktdaten, bleiben unsere bekannten Bonner Telefonnummern und E-Mail-Adressen nutzbar. Wir freuen uns, dass die KfZG in Bochum einen neuen Sitz gefunden hat. Auch unsere Fachbibliothek zur Geschichte des Katholizismus in Deutschland wird voraussichtlich nach der Jahresmitte 2026 in der Universitätsbibliothek der Ruhr-Universität Bochum Forschung und Lehre wieder zur Verfügung stehen. Unsere Archivbestände haben wir an die Diözesanarchive in Köln und Limburg abgegeben. Wegen der künftigen Nutzung nehmen Sie bitte direkt Kontakt mit diesen Archiven auf.
Christoph Kösters, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bochumer Kommission für Zeitgeschichte, war am 22. März 2026 als Experte im Podcast „Eine Stunde History“ des Deutschlandfunks Nova zu hören. Die Folge mit dem Titel „NS-Staat und Kirche: Kardinal von Galen zwischen Anpassung und Widerstand“ widmet sich der Rolle des münsterschen Bischofs Clemens August Graf von Galen im Nationalsozialismus. Im Gespräch ordnet Kösters den historischen Kontext ein und beleuchtet insbesondere das Spannungsfeld zwischen kirchlicher Anpassung und punktuellem Widerstand. Der Podcast ist online über die Plattformen des Deutschlandfunks sowie über Spotify abrufbar.
Für den Workshop „Bewahrung der Schöpfung. Christentum und Umwelt in zeithistorischer Perspektive“, der am 11. und 12. September 2025 stattfand, ist nun ein Tagungsbericht auf H-Soz-Kult erschienen. Die von Prof. Dr. Florian Bock und Dr. Maria Schubert geleitete Veranstaltung widmete sich den vielfältigen Verbindungen von Christentum, Umweltbewusstsein und ökologischem Handeln im 20. und 21. Jahrhundert. Den vollständigen Bericht finden Sie hier.
Der Lehrstuhl für Mittlere und Neue Kirchengeschichte gratuliert dem ehemaligen Mitarbeiter Dr. Josef Schmitt herzlich zur erfolgreichen Promotion. Seine Dissertationsschrift mit dem Titel „‚Elitetruppen' des politischen Katholizismus? Katholische Ordensgemeinschaften in der SBZ/DDR (1945–1990)" wurde an der Universität Potsdam eingereicht und von Prof. Dr. Thomas Brechenmacher betreut. Ein weiteres Gutachten zur Arbeit wurde von Prof. Dr. Florian Bock erstellt.
Ab Herbst 2026 bietet der Lehrstuhl die Veranstaltung „Kollaboration oder Auflehnung? – Wege von Bochumer Christ:innen im Nationalsozialismus mit virtuellen Touren entdecken“ an. Philipp Goldt und Sandra Frühauf konnten beim Ideenwettbewerb des Alfried Krupp-Schülerlabors eine Förderung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung gewinnen. Zusammen mit der Bochumer Initiative „Lernen durch Erinnern“ werden Schüler:innen die Wege von Bochumer Christ:innen im nationalsozialistischen Bochum zu erarbeiten und in eine digitale Umgebung übertragen. Dabei sollen die Teilnehmenden u.a. mit von uns bereitgestellten Archivmaterialien das (kirchen-)historische Arbeiten kennenlernen und Kompetenzen in der digitalen Geschichtsvermittlung erwerben.
Im Rahmen eines erfolgreichen Antrages zur Förderung einer interdisziplinären RUB Summer School durch den Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit mit Philipp Goldt und Dr. Daniel E.D. Müller, den Lehrstuhl Religionspädagogik und Katechetik mit Vito Alexander Vasser Santos Batista und dem Institut für Diaspora- und Genozidforschung mit Dr. Medardus Brehl veranstalten wir gemeinsam die Summer School „Mehr als nur Theologie postkolonial – interdisziplinäre Interventionen“. In dieser Veranstaltung laden wir Studierende der Theologie, der Geschichtswissenschaft und des Optionalbereichs ein, postkoloniale Theorien als interdisziplinäres Analyseinstrumente zu erschließen, die globale Machtverhältnisse, Wissensordnungen und historische Kontinuitäten sichtbar machen. Eine Exkursion nach Berlin ermöglicht die konkrete Spurensuche nach kolonialen Sammlungen, ihren globalen Verflechtungen und den praktischen Herausforderungen einer internationalisierten Erinnerungskultur. Für weitere Informationen schreiben Sie gerne eine Mail an philipp.goldt@rub.de.
Als Auftakt der neu begründeten, von Daniela Blum und Florian Bock herausgegebenen Reihe „Christentumsgeschichte regional“ findet vom 23. bis 25. März 2026 die Tagung „Quo vadis, regionale Christentumsgeschichte?“ statt. Die Tagung bringt Akteur:innen aus Wissenschaft, Archiven, kirchlichen Museen, Schulen und der Studierendenschaft zusammen und eröffnet damit ein interdisziplinäres Forum zur Diskussion neuer Perspektiven und Fragestellungen der regionalen Christentumsgeschichte. Weitere Informationen zur Tagung finden Sie hier. Zugleich lädt die neue Reihe „Christentumsgeschichte regional“ dazu ein, vor allem Qualifikationsarbeiten (Dissertationen und Habilitationen) aus der katholischen und evangelischen Kirchengeschichte sowie aus der allgemeinen Geschichtswissenschaft zu veröffentlichen. Unter Umständen können auch Sammelbände in der Reihe erscheinen. Informationen zu den Veröffentlichungsmöglichkeiten in der Reihe „Christentumsgeschichte regional“ finden Sie hier.
Panelmoderation: Koloniales Erbe und deutsche Identität – Am 6. März 2026 führt Daniel E.D. Müller in Berlin durch das Panel „Remembrance & Identity: Germany‘s Colonial Heritage“. Im Rahmen des gleichnamigen Seminars der Konrad-Adenauer-Stiftung widmet sich die Diskussion der Frage, wie die koloniale Vergangenheit im kollektiven Gedächtnis verankert ist und welche Rolle sie für das heutige Selbstverständnis der Bundesrepublik spielt.
Für die vierte Folge des Fakultätspodcasts „BetonKöpfe“ ist Florian Bock zu Gast. Im Gespräch stellt er sich selbst sowie das Fach Mittlere und Neue Kirchengeschichte vor. Dabei räumt die Episode mit verbreiteten Mythen über die Kirchengeschichte auf, erläutert Anspruch und Selbstverständnis der Disziplin und gibt persönliche Einblicke in seinen Weg zur Begeisterung für die Kirchengeschichte. Die Podcastfolge finden Sie hier.
Vortrag in Berlin: Koloniale Strukturen und Konflikte im Kongo – Am 18. Februar 2026 spricht Daniel E.D. Müller im Rahmen der Tagung „Conflicts in the Democratic Republic of the Congo: Effects, possible solutions and the role of the Federal Republic of Germany“ in Berlin. Auf Einladung des Bernhard Nocht Institute for Tropical Medicine (BNITM) und des German Institute for Global and Area Studies (GIGA) widmet er sich in seinem Beitrag der „History of the Democratic Republic of Congo and long-term effects of colonial structures“. Der Vortrag analysiert, wie historische Pfadabhängigkeiten, christliche Ideen und das Erbe der Kolonialzeit die aktuellen Konfliktlinien in der Region bis heute prägen.
Vom 20. bis 22. Februar 2026 findet im Tagungs- und Gästehaus CJD Bonn die XXXVIII. Königswinterer Tagung statt, die unter anderem von Dr. Daniel E.D. Müller mitorganisiert wurde. Unter dem Titel „Jenseits des 20. Juli 1944 – Der vergessene Widerstand“ widmet sich die Konferenz in diesem Jahr Formen der Opposition gegen den Nationalsozialismus, die trotz großer historischer Bedeutung im öffentlichen Gedächtnis oft weniger präsent sind. Die Veranstaltung wird von der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e.V. gemeinsam mit der Stiftung 20. Juli 1944 und der Jakob-Kaiser-Stiftung e.V. durchgeführt. Anmeldung & Kontakt: Interessenten wenden sich zur Anmeldung bitte direkt an Dr. Daniel E.D. Müller. Das vollständige Programm finden Sie hier.
Die Forschungstelle der Kommission für Zeitgeschichte wechselt an die Katholisch-Theologische Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. Die Fachbibliothek zur Geschichte des Katholizismus in Deutschland wird ebenfalls an die Ruhr-Universität Bochum überführt und steht voraussichtlich nach der Jahresmitte als eigenständige Sammlung innerhalb der Universitätsbibliothek der Ruhr-Universität Bochum erneut für Forschung und Lehre zur Verfügung.
Im Dezember 2025 neu erschienen: Daniel E.D. Müllers Studie „Hitlers Reichskirchenminister" legt offen, dass das Scheitern des NS-Kirchenministers Hanns Kerrls kein Zufall, sondern integraler Bestandteil einer strategischen Architektur Hitlers war. Die Arbeit zeigt, wie der Diktator das Ministerium als kirchenfreundliche Fassade nutzte, um die innenpolitische Ruhe für die Kriegsvorbereitung zu sichern, während er zugleich intern Kerrls Arbeit gezielt sabotierte. Kerrls Erfolglosigkeit erweist sich damit als strategisches Scheitern, das Hitler dazu diente, seine Popularität in der Bevölkerung zu steigern, seine Macht im Herrschaftsapparat auszubauen und das Ende der Kirchen im Reich vorzubereiten. Mehr Informationen zum Buch finden Sie auf der Seite des Verlags.
Am 8. und 9. Januar 2026 findet der internationale Workshop „Perspektiven auf Säkularisierungstheorien II (1150 bis 2025)“ statt. Organisiert von einem interdisziplinären Arbeitskreis der Universitäten Freiburg und Bochum, widmet sich die Tagung dem Thema der De-Differenzierung. Im Zentrum der Diskussion steht die Verflüssigung von Grenzen zwischen Religion und Bereichen wie Politik, Wirtschaft oder Kultur. Die Teilnehmenden untersuchen aus ihren jeweiligen Fachperspektiven, wo sich solche Phänomene transepochal beobachten lassen und in welchen Texten sie ihren Niederschlag fanden. Die Tagung wird durch die Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung unterstützt.
Im Sommersemester finden Sprechstunden nach Vereinbarung statt. Nehmen Sie hierfür bitte mit Herrn Bock per Mail Kontakt auf.