NACH OBEN

Judith Borstner

Master Arbeit

Amoris laetitia und die Frage der Zulassung zur Kommunion für wiederverheiratete geschiedene Paare
Diplom

Constantin Grossmann: In dieser Arbeit soll die Frage erörtert werden, ob das postsynodale Schreiben „Amoris laetitia“ von Papst Franziskus eine Öffnung, hinsichtlich der Zulassung zur Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene darstellt. In diesem Schreiben erkannte Papst Franziskus, dass ein sehr großer Leidensdruck bei den Gläubigen entsteht, die ein zweites Mal verheiratet sind und dadurch kategorisch von der Feier der Eucharistie ausgeschlossen sind. Ein großer thematischer Fokus soll auf das achte Kapitel von „Amoris laetitia“ gelegt werden, welches die Überschrift trägt: „Die Zerbrechlichkeit begleiten, unterscheiden und eingliedern.“ In diesem Kapitel versucht Papst Franziskus einen Lösungsweg zu skizzieren, der nicht nur die „Einzelfallentscheidung“ im Blick hat, sondern einen Versuch aufzeigt, der für mehrere Situationen möglich ist.

Purgatorium – Fegefeuer im Geist der Zeit?
Bachelor Arbeit

Anita Rübenbauer: Problemstellung - Die Auffassung der Existenz eines Fegefeuers ist in unserer Zeit, so würde ich es wahrnehmen, bei vielen Menschen nicht sehr präsent. Nach meinen anerzogenen Vorstellungen handelt es sich dabei um einen Zustand der Reinigung, in dem man nach dem Tod verharrt, bis man würdig ist, in das Himmelreich einzutreten. Um diesen Prozess zu beschleunigen, sind Gebete und Messopfer der Lebenden hilfreich.
Eine gewisse Problematik dabei zeigt sich für mich in mehrerlei Hinsicht: Zum einen widerspricht sich diese Vorstellung mit dem unendlichen Gnadencharakter Gottes. Lässt sich das Ableisten von Sündenstrafen vereinbaren mit einem all-gnädigen Gott und wie wird diesbezüglich argumentiert? Können diese schlussendlich sogar von Lebenden in Form von Gebeten oder Messopfern abbezahlt werden?
Ich möchte mich in dieser Arbeit damit auseinandersetzen, wie und warum es zu einer Fegefeuervorstellung kam und warum sie in der Kirche als auch im Volksglauben so wichtig wurde, dass sie sich bis heute hält.
In weiterer Folge möchte ich betrachten, welche kirchlichen Praktiken damit heute in Zusammenhang stehen und welchen Stellenwert das Fegefeuer in diesen Tagen hat. Braucht der christliche Glaube das Purgatorium? Entspricht ein Jenseits mit Fegefeuer dem Zeitgeist? Wie kann man diese Überzeugung im Heute positiv vermitteln?
Ziele: Im Zuge dieser Arbeit soll ein Bild über Sinn und Unsinn des Fegefeuers für die heutige Zeit entstehen. Weiters soll nachvollziehbar werden, wo und wie es Auswirkungen dieser Denkweise in Liturgie und Pastoral gibt. Würden wir so ohne weiteres auch ohne Fegefeuer auskommen?

Der Zwischenzustand im Leben nach dem Tod: die mittelalterliche Debatte und gegenwärtige Theologie im Vergleich
Bachelor Arbeit

Nina Steifer: Die Frage nach der Existenz des Zwischenzustands kehrt immer wieder bei verschiedenen theologischen Diskussionen ein und hat auch mein Interesse geweckt. In meiner Bachelorarbeit möchte ich aus diesem Grund die mittelalterliche Debatte & die gegenwärtige Theologie hinsichtlich der Zwischenzustand-Thematik miteinander vergleichen. Zuallererst möchte ich in meiner Arbeit den Begriff "Zwischenzustand" klären und bestimmen. Dieser theoretische Zugang soll dabei helfen, die anderen Kapitel dieser Arbeit besser nachvollziehen zu können. Anschließend soll der eigentliche Teil der Arbeit beginnen: Hierbei werden diverse Sichtweisen aus zwei völlig unterschiedlichen zeitlichen Abschnitten angeführt, diskutiert sowie schlussendlich miteinander verglichen. Unter anderem möchte ich auf die Sicht von Johanna Rahner, Papst Johannes XXII., Papst Benedikt XII., etc. eingehen. Abgerundet wird diese Arbeit mit einem Resümee, in dem erklärt und begründet wird, welche Position meines Erachtens am überzeugendsten ist.

Abgeschlossene Arbeiten
Trinität im Gespräch. Theologische Perspektiven aus Christentum und Islam und Unterrichtsbausteine für den katholischen Religionsunterricht
Bachelor Arbeit

Magdalena Aichern: Es gibt viele verschiedene Zugänge zur Trinitätstheologie - Aus diesem Grund wird anhand zweier Positionen aus Christentum und Islam in dieser Arbeit versucht, dieses Thema näher zu beleuchten und einzugrenzen. Jürgen Werbick stellt eine christliche Perspektive vor während Cemil Şahinöz eine muslimische Sichtweise darlegt. Ziel der Arbeit ist es nicht, am Ende eine einheitliche Meinung zu erlangen oder eine der beiden Perspektiven als „die richtige Position“ zu erwählen. Vielmehr besteht die Motivation darin, beiden Perspektiven ihren Anspruch auf Rechtmäßigkeit zuzugestehen und gegenseitig von den verschiedenen Gedanken und Sichtweisen zu lernen, um so ein breitgefächertes Wissen zu erlangen – wie es die komparativen Theologie vorsieht. In einem weiteren Schritt befasst sich die Arbeit mit dem muslimisch-christlichen Dialog, da ebendieser auch im (katholischen Religions-)Unterricht zunehmend wichtiger wird. Damit aber ein interreligiöser Dialog zwischen Schüler:innen verschiedener Religion gelingen kann, müssen sie ein profundes Wissen über die je eigene Religion aufweisen. Aus diesem Grund werden im didaktischen Teil der Arbeit zunächst Unterrichtsbausteine zum Thema der Trinität im katholischen Religionsunterricht vorgestellt und erst danach interreligiöse Unterrichtsideen entworfen. Die Entwürfe dienen als Ideen und Bausteine, die speziell für die 6. Klasse der AHS-Oberstufe entwickelt wurden.

"Kraft und Zärtlichkeit der Mutter Maria" Geschlechterspezifische Zuschreibungen von Rolle und Anthropologie in Lehramtlichen Dokumenten
Diplomarbeit

Anna-Lena Mauschitz studiert Katholische Fachtheologie Macht, Performance und Diskontinuitäten in der Doktrin: Eine Neuinterpretation der christologischen Monarchie und der katholischen Modelle der Autorität (Sommer 2021) Foto: (c) privat

Gnade als Freiheit - Freiheit als Gnade. Versuch einer Dialektischen Verhältnisbestimmung
Diplomarbeit

Mario Steinwender, BA studiert Katholische Fachtheologie und befindet sich im Masterstudium Philosophie Ausgehend von der freiheitstheologischen Kontroverse zwischen Augustinus und Pelagius werden Freiheit und Gnade als Impulsgeber der gegenwärtigen Freiheitdebatten, als Anfangspunkt und Grundlage eines theologisch-dogmatischen Ringens um ein rechtes Verständnis des Ineinander und Zueinander von Gnade und Freiheit entwickelt. Demnach wird jener Diskurs nicht als veralteter Streit »von damals«, sondern als Ursprung einer Dynamik des Denkens, die bis heute in Bewegung verharrend noch nicht zur Ruhe gekommen ist, in den Blick genommen werden. Ziel ist es im Rahmen der Untersuchungen sowohl die augustinische wie pelagische Gnadentheologie aufgrund der verfügbaren Schriftzeugnisse darzustellen, ihre Grundstrukturen auszuarbeiten und kritisch zu analysieren. Dabei geht es weniger die historische Genese oder Ereignisverkettungen zu thematisieren, sondern es sollen aus einer systematischen Perspektive zwei konträre theologische Konzepte kritisch befragt werden. Dementsprechend wird im ersten Kapitel versucht, Augustinus und seine Auffassung von Gnade und Freiheit zu referieren, bevor im zweiten Kapitel Pelagius zu Wort kommt. Im dritten Kapitel soll anhand der dogmatischen Festlegungen der Synoden von Diospolis 415 n. Chr. und Karthago 418 n. Chr. die kirchliche Lehrentscheidung dargestellt, sowie anhand dieser die beiden differierenden Theologien aufeinander bezogen werden. Den Abschluss bildet ein Ausblick, in dem die andauernde Aktualität der Auseinandersetzung zwischen Augustinus und Pelagius, diskutiert werden soll. (Sommer 2021) Foto: (c) privat