Legitimität der Moderne. Historische, rechtliche und systematisch-theologische Reflexionen, Wiesbaden 2026.
Gunda Werner, Matija Vudjan, Kathrin Ritzka (Hrsg.)
Darin:
Daniel Minch
Natürliche Autorität und naturalisierte Theologie: Das Problem der kirchlichen Souveränität und Repräsentation innerhalb eines modernen social imaginary, 165-183.
Gunda Werner
Populare Religiosität im Verhältnis von Moderne und Geschichte – dogmatische Beobachtungen am Beispiel US-amerikanischer Latinx-Theologie, 33-52.
Zwischen systematischer Theologie, (Kirchen-)Recht und Kirchengeschichte besteht ein spannungsreiches Verhältnis hinsichtlich Begriff, Beginn und Legitimität der Moderne. Dabei geht es nicht nur um Epocheneinteilungen, sondern auch um den dogmatischen Wahrheitsanspruch und sein Verhältnis zur jeweiligen Rechtsgestalt sowie um die Genese und Geltung von Wahrheit, Offenbarung und Recht. Diese Konfliktlinien prägen seit dem 18. und 19. Jahrhundert die Debatten und wirken bis heute fachübergreifend fort.
Created and loved in diversity. Dogmatic approaches
Gunda Werner
in: Herder Thema: Visibly recognised. Diversity of Sexual Identities, Freiburg i.Br. 2026, 35-37.
Dogmatische Theologien werden zu queeren Theologien, wenn sie Vielfalt und queere Perspektiven integrieren und sich für Gerechtigkeit und Sichtbarkeit einsetzen. Zugleich zeigen sie, dass Ausgrenzung auch der Mehrheitsgesellschaft schadet, weil dadurch die Erfahrung göttlich gewollter Vielfalt verloren geht.
„Ich sehe etwas, was du nicht siehst“. Hidden Patterns und epistemische Gewalt auch in theologischer Wissenschaftsproduktion
Gunda Werner
in: Folkart Wittekind/Thorben Alles (Hrsg.), Theologiegeschichte als Aufgabe der Systematischen Theologie. Konzeptionelle und kritische Überlegungen, Tübingen 2025, 39-54.
Feministische und postkoloniale Studien haben verborgene Muster der Wissensproduktion offengelegt. Da Universitäten gesellschaftlich verflochten sind, müssen sie sowohl ihre koloniale Wissensgeschichte als auch die fortwirkende Ausgrenzung von Frauen und nicht cis-Männern aufarbeiten. Beide Ebenen greifen intersektional ineinander; der Aufsatz entwickelt Instrumente, um diese „hidden patterns“ sichtbar zu machen und neues Handeln zu ermöglichen.
The Final Frontier. Investigating the Impact of Science Fiction on our (Technological) Future
Theresa Thunig
in: Lukas Brand/ Martin Kutz/ Dominik Winter (Hg.): Instrumente Gottes. Sonziale Roboter und KI-Tools in religiösen Kontexten, Baden-Baden 2025, 149-146.
Women in Pentecostal and Charismatic Communities in Europe: Promising Beginnings, Stained-Glass Ceilings, and Gender Blindness
Gunda Werner
in: Brill's Encyclopedia of Global Pentecostalism Supplements Online, Dezember 2025.
Der Beitrag untersucht die Rolle von Frauen in pfingstlich-charismatischen Bewegungen Europas vor dem Hintergrund großer kultureller und religiöser Vielfalt. Er zeigt, dass Frauen in der Frühzeit leitende Rollen innehatten, später jedoch zurückgedrängt wurden (Gender-Paradox). Analysiert werden historische Entwicklungen, gegenwärtige Geschlechterpraktiken sowie theologische Ambivalenzen und weiterer Forschungsbedarf.
Women in Pentecostal and Charismatic Communities in Europe: Promising Beginnings, Stained-Glass Ceilings, and Gender Blindness
Gunda Werner
in: Franziskaner 4 (2025) 18-20.
Wer ist Jesus Christus? Diese Leitfrage der frühen Kirche führte zu heftigen theologischen Auseinandersetzungen. Zwischen Zweifeln an seiner Gottheit und seiner Menschheit entstanden unterschiedliche Christologien und Irrlehren. Der Text zeichnet die Debatten nach – von Adoptianismus und Arianismus bis zum Konzil von Nicäa – und zeigt, warum das Bekenntnis zu Jesus als wahrem Gott und wahrem Menschen zum Kern des christlichen Glaubens wurde.
„Das ist das Schema XIV“ – Gaudium et spes und das Thema „für die Armen“. Ein anderer Blick auf Pentekostalismus
Gunda Werner
in: Bernd Hillebrand Michael Quisinsky, Zwischen Dogma und Pastoral. Theologische Perspektiven 60 Jahre nach Gaudium et spes (QD 349), Freiburg i. Br. 2025, 527-543.
Der „Katakombenpakt“ (zunächst „Schéma XIV“) steht in engem Bezug zum II. Vatikanum und besonders zu Gaudium et spes. Seine historische Entstehung ist unklar, seine symbolische Wirkung jedoch groß. Der Text fragt, ob Armut dort zu wenig beachtet wurde – besonders im Blick auf evangelikale und pfingstkirchliche Gruppen. Im Fokus steht die Frage nach einer „Kirche der Armen“ und ihrer heutigen Bedeutung.
Why Women in Europe are Still a Long way from Equality
Gunda Werner und Franziska Linder
in: Klaus Vellguth (ed.), Women in the One World. Feminist Perspectives (OWT 18), Quezon City 2025, 3-16.
Sind Frauen in Europa wirklich gleichberechtigt? Gunda Werner und Franziska Lindner zeigen, dass von gendergerechten Chancen keine Rede sein kann. Anhaltende Lohnungleichheit, die Abwertung sogenannter „Frauenberufe“ und stereotype Geschlechterdiskurse prägen weiterhin die Realität. Mit Blick auf Intersektionalität und die Rolle der Kirchen analysieren sie Machtstrukturen – und verweisen auf feministische Bewegungen als notwendige Impulse für Veränderung.
Katholische Systematik, protestantische Kirchengeschichtsschreibung. Frauen- und Geschlechterforschung als ökumenisches Projekt?
Gunda Werner
in: Benedikt Bauer und Jennifer C. Mettner (Hrsg.), Verstaubt, verdrängt, vergessen. "Frau" und "Geschlecht" in der Kirchengeschichte (TeiResias. Transdisziplinäre Forschungen zu Gender und Religion 2), Göttingen 2025, 97-113.
Für eine ökumenische Forschung zum 19. Jahrhundert ist die Analyse von „Abjektifizierungen“ zentral – also jener vom normativen Subjekt ausgeschlossenen, aber konstitutiven Faktoren. Dazu zählen etwa Gefühle, nicht-ideale Geschlechterformen, Hautfarbe, Sprache oder Misserfolg. In ihrem Zusammenwirken von Gender-, Rassismus- und Klassismusmomenten verschärfen sie koloniale Diskurse und prägen das Religionsverständnis sowie Modernisierungsprozesse nachhaltig.
Vielfältig geschaffen und geliebt. Dogmatische Zugänge
Gunda Werner
in: Herder Thema. Sonderpublikation "Sichtbar Anerkannt. Vielfalt sexueller Identitäten", Freiburg i.Br. 2025, 35-38.
Dogmatische Theologien werden zu queeren Theologien, wenn sie Vielfalt und queere Perspektiven integrieren und sich für Gerechtigkeit und Sichtbarkeit einsetzen. Zugleich zeigen sie, dass Ausgrenzung auch der Mehrheitsgesellschaft schadet, weil dadurch die Erfahrung göttlich gewollter Vielfalt verloren geht.
"Die zweite Rettungsplanke nach dem Schiffbruch". Dogmenhermeneutische Überlegungen zum Bußsakrament
Gunda Werner
in: Herbert Haslinger (Hg.), Sakramente - Symbole des Heils (Kirche in Zeiten der Veränderung 21), Freiburg i.Br. 2024, 159-181.
Gender Studies und interkulturelle Theologie
Gunda Werner
in: F. Gmeiner-Pranzl, J. Gruber, A. Heuser, K. Hock, C. Jahnel und A. Middelbeck-Varwick (Hrgs.), Handbuch Interkulturelle Theologie. Umbrüche – Zugänge – Horizonte, Berlin u.a. 2024.
Die Befürchtungsschere. Fakten zum Nihil-Obstat-Verfahren
Gunda Werner, Nikita Katsuba und Miriam Zimmer
in: Herder Korrespondenz Spezial "Theologie. Warum das Fach Zukunft hat", Freiburg i.Br. 2024, 14-16.
Schöpfung und Erlösung inklusiv gedacht
Gunda Werner und Julia Enxing
in: Gregor Maria Hoff und Julia Knop (Hg.), Konstruierte Schöpfung. Ein theologisches Motiv auf dem Prüfstand, (QD 334), Freiburg i.Br. 2024, 292-308.
Judith Butler, Michel Foucault, and the Theology of Freedom
Gunda Werner
This book explores how Judith Butler’s work on gender and the shaping of the human subject and Michel Foucault's notion of parrhesia, ‘speaking the truth’, can be made fruitful for a theology of freedom. The volume illustrates the importance of three concepts - freedom, gender (body) and power (critique) - and how this triad provides the foundational categories and structural elements of a theology of freedom. By starting from an analysis of power and the performative potential of gendered embodiment, freedom can be thought of as the basis of creative and critical human action and thereby implemented in theology ...
Ein Weihnachtslied zwischen Mariologie und Christologie als auch Katholizität und Evangelität: Ein Lied von der Liebe und Anerkennung des Menschen
Gunda Werner
in: Anzeiger für die Seelsorge 12 (2023) 20-23.
"Add Teresa of Avila and Stir" – Why Adding Women Does Not End Exclusion Mechanisms in (Theological) Science
Gunda Werner
in: Religions 14/11 (2023), 1391.
Knowledge production is by no means neutral; it perpetuates existing presuppositions and exclusions. Within Catholic theology, this is accentuated by particular structures and institutions. In this article, I will show that exclusions are not changed by simply ‘adding women’. I will proceed in four steps: First, I will examine the epistemic preconditions of knowledge production. Second, I will highlight concrete examples that show how several factors can change our reconstruction of theological history. This section will be organized around gender understandings in the premodern/Reformation era. Third, I argue for a specific understanding of theology which can be understood as a commentary on the respective context. Finally, ...
Die Rolle des Geistes in einer evolutionären Welt. Deep Incarnation und Deep Resurrection
Daniel Minch
in: Michael Seewald (Hg,), Gott ist Geist. Perspektiven der Pneumatologie, Freiburg i.Br. 2023, 136-162.
Bodies matter. Das Konzept der ‚material salvation‘ als exemplarische pfingstliche Theologie
Gunda Werner
in: Michael Seewald (Hg.), Gott ist Geist. Perspektiven der Pneumatologie, Freiburg i.Br. 2023, 61-81.
Buchbesprechung: Anna Maria Riedl, Judith Butler and Theology, Paderborn 2021
Gunda Werner
in: Zeitschrift für Theologie und Philosophie 145/4 (2023), 647-649.
Erfahrung als Quelle lehramtlicher Entwicklung? Eine dogmatische Skizze am Beispiel bischöflicher Aussagen nach #outinchurch
Gunda Werner
in: Gunda Werner, Saskia Wendel, Jessica Scheiper (Hg.), Ewig wahr? Zur Genese und zum Anspruch von Glaubensüberzeugungen, Freiburg i.Br. 2023, 69-83.
Mourning as a Theological Practice—Or How to Build a Theological Home'. Thinking Theology with Judith Butler
Gunda Werner
in: Daniel Minch, Norbert Brieden, Jadranka Garmaz und Ottmar Fuchs (Hg.), Moving Home – Bewegte Heimat. Theologische Diskurse über ein abmivalentes Konzept, Ostfildern 2023, 89-98.
Horror and the Suburban Experience: The Ambivalence of Home and the Borders of Social Construction
Politics: Creating Home in Contested Spaces [zusammen mit B.E. Hinze]
Daniel Minch
in: Daniel Minch, Norbert Brieden, Jadranka Garmaz und Ottmar Fuchs (Hg.), Moving Home – Bewegte Heimat. Theologische Diskurse über ein abmivalentes Konzept, Ostfildern 2023, 73-88; 231-239.
Zusammenhalt geht nicht ohne Frauen
Gunda Werner
in: RUBIN 33/1, 2023, 47-48.
An den Kreuzungen der Macht – Mehrfachdiskriminierungen als Gefährdung und als amtskirchlicher Ausweg? Ein etwas anderer Blick auf Machtmissbrauch
Gunda Werner
in: Anja Middelbeck-Varwick, Doris Reisinger, und Lia Alessandro (Hg.), Kirchliche Macht und kindliche Ohnmacht. Konturen, Kontexte und Quellen theologischer Missbrauchsforschung, Münster 2023, 11-22.
Apokalyptische Symbolik in der pfingstlichen Vorstellungswelt – Herausforderungen und Pragmatik. Eine kritische Perspektive
Gunda Werner
in: Leandro L.B. Fontana und Markus Luber (Hg.), Politischer Pentekostalismus. Transformation des globalen Christentums im Spiegel theologischer Motive und pluraler Normativität (Weltkirche und Mission 18), Regensburg 2023, 174-182.
in: Lebendige Seelsorge 74/1 (2023) 2-5.
Ambivalenz von Schwimmen und Wasser. Die Replik von Gunda Werner auf Michael Hoelzl, in: Lebendige Seelsorge 74/1 (2023) 10-11.
in: Anzeiger für die Seelsorge 2/2023 15-19.
in: Bernhard Nitsche und Matthias Remenyi, Problemfall Offenbarung. Grund – Konzepte – Erkennbarkeit, Freiburg u.a. 2022, 507-531.
in: Ephemerides Theologicae Lovanienses, no. 1 (2022): 103–21. https://doi.org/10.2143/ETL.98.1.3290284
in: Jean-Pierre Wils, Identität oder nicht? Scheidewege -Schriften für Skepsis und Kritik 52, Stuttgart 2022, 51-54.
in: Stefan Altmeyer/Bernhard Grümme/Helge Kohler-Spiegel/Elisabeth Naurath/Bernd Schröder/Friedrich Schweitzer, Religion subjektorientiert erschließen (Jahrbuch der Religionspädagogik 38), Göttingen 2022, 65-74.
in: Michael Brinkschröder/Gunda Werner/Bernd Mönkebüscher/Jens Ehebrecht-Zumsande/Veronika Gräwe, #Out in Church. Für eine Kirche ohne Angst, Freiburg u.a. 2022, 128-135.
in: Deibl, Marlene / Mairinger, Katharina (Hg.), Eindeutig mehrdeutig. Ambiguitäten im Spannungsfeld von Gesellschaft, Wissenschaft und Religion. Religion and Transformation in Contemporary European Society, Bd. 20. Vienna University Press erschienen bei V&R unipress, Göttingen u.a. 2022, 155-178.
in: Anzeiger für die Seelsorge, 2/2022, 32-36.
in: Horizons, 48, 2021(2), 367-403. doi:10.1017/hor.2021.53
in: Heimbach-Steins, Marianne / Könemann, Judith / Suchart-Kroll, Verena (Hrsg.), „Gender (Studies) in der Theologie – Begründungen und Perspektiven“, Münster: Aschendorff Verlag 2021, 225-234.
in: Krämer, Klaus / Vellguth, Klaus (Hrsg.), Frauen in der Einen Welt („Theologie der Einen Welt“), Freiburg: Herder 2021, 25-41.
Frauen im Spannungsfeld von Kirche und Öffentlichkeit, Ostfiderln: Grünewald-Verlag 2021.
Judith Butler und Michel Foucault haben der katholischen Theologie wesentliche Einsichten zu vermitteln, denn sie betonen – mit je eigener Schwerpunktsetzung – die Notwendigkeit einer genauen Machtanalyse. Dabei wird dem Gender und damit dem Körper, insbesondere auch in der sprachlosen Performativität, ein angemessener Raum gegeben. So kann Freiheit als Grundlage kreativen und kritischen menschlichen Handelns gedacht und für die Theologie umgesetzt werden. Die Problematiken dieser Themen innerhalb des katholischen Diskursraumes sind einerseits aktuell, andererseits haben sie eine Entstehungs- wie Rezeptionsgeschichte.
Bielefeld: transcript Verlag 2021
in: Böttigheimer, Christoph / Dausner, René (Hrsg.), Die Erbsündenlehre in der modernen Freiheitsdebatte, Freiburg 2021, 21-46.
Annua Nuntia Lovaniensia 81. Leuven: Peeters Press, 2021. How does the church come from Jesus? Previously, this was a much clearer and more settled question. It could be answered from dogmatic conclusions, rather than from historical investigation. Since the methodological revolutions in Catholic theology of the twentieth century that initiated hermeneutical processes of self-discovery, potential answers to this question are far less stable and comprehensive. The recovery of past elements of tradition and the uncertainty of the future demand creative answers to the challenges facing the church regarding its identity. This volume, prepared in honor of Bernard P. Prusak, attempts to constructively explore the question of ‘how’ the church comes from Jesus. The contributors have provided critical reflections from different theological disciplines in order to think this question anew from a more ‘synoptic’ perspective in line with Prusak’s own theology. His work consistently plumbs the depths of Christian history and traditions, alive to the liturgical and sacramental life of the Body of Christ, to address the concerns of Christians seeking understanding of their faith today. This volume is comprised of fifteen chapters across two parts, including contributions from four generations of theologians associated with Prusak and his theology. Part I investigates the identity of the church and what it means to encounter God’s revelation in history. It features contributions from biblical, liturgical, and systematic theologians on topics ranging from scriptural metaphors to receptions of the Second Vatican Council. Part II seeks to apply critically the principles of faith to the morally complex, ever-changing contemporary world. Contributions here explore systematic considerations of Prusak’s ecclesiology in dialogue with Pope Francis’s concept of mercy, the role of women in the church, ecclesial power structures, grace, and the future of the ‘church unfinished’
Leuven ; Paris ; Bristol, CT: Peeters, 2021
in: Theologisch-praktische Quartalschrift, 169(2): 132-140.
Mit einer hermeneutischen Reflexion über die Theorie der ,social imaginary‘ von Charles Taylor und einer Überlegung zur kreatürlichen Endlichkeit als anthropologische Konstante bei der Gestaltung der Welt wird für normative Grundlagen von Pluralität und Vielfalt in der Kirche – aber auch darüber hinaus – plädiert. Nicht-Gott sein heißt plural sein, und es ist als Geschenk der Schöpfung zu verstehen. Immanente Zeichen der Einheit sollten nicht gegen die Pluralität ausgespielt werden. Eine Neuentdeckung und die Wertschätzung des Zusammenspiels von Transzendenz und Immanenz in den Kulturen, in der Geschichte und in der Kirche fordere diese und ihre Praxis positiv heraus, den sensus fidei fidelium als Ausdruck einer Dynamik der Einheit und der schöpferischen Pluralität schärfer im Blick zu haben. Eine Kirche, die der Pluralität gegenüber offen bleibt, ist – im Sinne des II. Vatikanums – immer mehr global und universell unterwegs in dieser Welt.
in: Matthias Adrian und Rainer Kampling, Freiheit in Grenzen? Forschung und Konflikte neutestamentlicher Exegeten der "Katholischen Tübinger Schule" im 19. Jahrhundert, Stuttgart: Franz Steiner Verlag 2021, 115-130.
in: Irmtraud Fischer / Edith Petschnigg (Hg.), Genderforschung - brauchen wir das? 25 Jahre Fakultätsforschungsschwerpunkt Frauen- und Geschlechterforschung an der Katholisch-Theologischen Fakultät Graz, Innsbruck-Wien, 37-54.
in: Sonja A. Strube / Rita Perintfalvi / Raphaela Hemet / Miriam Metze / Cicek Sahbaz (Hg.), Anti-Genderismus in Europa. Allianzen von Rechtspopulismus und religiösem Fundamentalismus. Mobilisierung - Vernetzung - Transformation, transcript 2021, 229-242.
Judith Butler fasziniert und verstört, ihr Werk ist gleichermaßen prägend, irritierend und herausfordernd. Diese Spannung findet sich auch deutlich in der Theologie: Für die einen ist ihre Gendertheorie ebenso bedeutsam wie ihre Öffentlichkeitstheorie, ihre Einlassungen zur Verkörperung der Versammlung, ihr Subjektdenken und ihre Reflexionen über Anerkennung. Die anderen scheinen abgestoßen durch ihren Kritikbegriff und ihre Delegitimierung überkommener Ordnungen, die mitunter als massive Kirchenkritik aufgefasst wird. Die Beiträge des interdisziplinären Bandes gehen grundsätzlicher den theologischen Rezeptionsmöglichkeiten und -grenzen der Butler'schen Philosophie im Spiegel der theologischen Einzeldisziplinen nach.
Judith Butler fasziniert und verstört, ihr Werk ist gleichermaßen prägend, irritierend und herausfordernd. Diese Spannung findet sich auch deutlich in der Theologie: Für die einen ist ihre Gendertheorie ebenso bedeutsam wie ihre Öffentlichkeitstheorie, ihre Einlassungen zur Verkörperung der Versammlung, ihr Subjektdenken und ihre Reflexionen über Anerkennung. Die anderen scheinen abgestoßen durch ihren Kritikbegriff und ihre Delegitimierung überkommener Ordnungen, die mitunter als massive Kirchenkritik aufgefasst wird. Die Beiträge des interdisziplinären Bandes gehen grundsätzlicher den theologischen Rezeptionsmöglichkeiten und -grenzen der Butler'schen Philosophie im Spiegel der theologischen Einzeldisziplinen nach.
Bielefeld: transcript 2020
in: Bucher, Rainer (Hrsg.), Pastoral im Kapitalismus, Würzburg 2020, 25-42.
in: Herder Korrespondenz Spezial 2020, 15-17.
in: Walter Schaupp / Johann Platzer (Hg.), Der verbesserte Mensch. Biotechnische Möglichkeiten zwischen Freiheit und Verantwortung, Nomos 2020, 45-60.
in: KATBL 145 Heft 3, 2020, 222-226.
Reihe: Quaestiones disputatae Freiburg: Herder 2020.
Mit Beiträgen von (kleiner Auszug): Andreas Jud, Daniel Minch, Ralf Gaus, Andreas Kruse, Wunibald Müller, Sandra Fernau, Klaus Mertes SJ, Bernhard Sven Anuth, Sabine Demel, Klaus Pfeffer, Franz Xaver Bischof, Maria Elisabeth Aigner, Stefan Böntert,Hans-Joachim Sander, Sigrid Müller, Andreas R. Batlogg, Carlos Schickendantz u. v. m.
Reihe: Brill's Studies in Catholic Theology, Band 9 Leiden / Boston: Brill, 2020.
Mit Beiträgen von: Dirk Ansorge, James Dallen, Judith Hahn, Atria A. Larson, Sandra Lassak, Michael A. Nobel, Rosel Oehmen-Vieregge, Heike Springhart, und Gunda Werner.
in: Theological Studies 80(4) 2019, S. 845-863. DOI: 10.1177/0040563919874511.
Abstract: Edward Schillebeeckx’s theology of creation can serve as a foundation for authentic Christian self-understanding in relation to the ecological crisis. Schillebeeckx provides a Thomistic view of humanity and creation as both autonomous and “given” from God. Schillebeeckx’s anthropocentric “creation faith” and nuanced view of secularization provide a way of preserving the uniqueness of humanity without devaluing nature. Structural parallels with Pope Francis’s Laudato Si’ are developed in order to provide a fundamental-theological foundation for determining the proper role of human beings in relation to creation.
in: Thomas Söding / Bernd Oberndorfer (Hg.): Wachsende Zustimmung und offene Fragen. Die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre im Licht ihrer Wirkung. Freiburg 2019, 35-53.
in: Gesa E. Thiessen, Called to freedom. Reformation 1517-2017 in an Irish Context, Dublin 2019, 66-77.
Exemplarische christologische Problemkonstellationen bei Johannes Evangelist von Kuhn zwischen 1830 und 1846, in: Essen, Georg / Danz, Christian (Hrsg.), Dogmatische Christologie in der Moderne, Regensburg 2019, 49-67.
Written by leading experts on both the thought of Edward Schillebeeckx and modern theology, this handbook offers the first comprehensive study of the historical, philosophical, political and theological aspects of Schillebeeckx's work. As one of the most influential Catholic theologians of the twentieth century, he played a key role in the preparations for the theological revolution of the Second Vatican Council and the debates of the post-conciliar era. His engagement with critical theory, hermeneutics, and biblical scholarship culminated in his groundbreaking Christological trilogy, which marked Schillebeeckx as one of the most significant and innovative thinkers of his time.
T&T Clark Handbook of Edward Schillebeeckx. London: T&T Clark, 2019.
Eschatology is the foundation for exploring Edward Schillebeeckx's work. Daniel Minch provides an in-depth analysis of his hermeneutical theology, informed by access to original texts previously unavailable in English. He examines the historical and doctrinal origins of his methodology, hermeneutics as human experience, and the continuing relevance of the approach for today's socio-economic context. Today, economics drives our predictions for the future. But Minch shows that Schillebeeckx's work reminds us of a 'new image of humanity', as well as a 'new image of God', part of the Catholic shift to a future-oriented 'theology of hope' that took place after the Second Vatican Council. These resist both economic logic and fundamentalist views of God and history that have become pervasive in popular notions of Christianity.
T&T Clark Studies in Edward Schillebeeckx. New York: T&T Clark, 2018.
in: Rahner, Johanna / Söding, Thomas (Hg.), Kirche und Welt - ein notwendiger Dialog. Stimmen katholischer Theologie, Freiburg u. a. 2019, 296-308.
in: Thönissen, Wolfgang / Söding, Thomas (Hrsg.), „Eucharistie – Kirche – Ökumene. Aspekte und Hintergründe des Kommunionstreits“, Freiburg u.a. 2019, 299-312.
in: Striet, Magnus/Werden, Rita (Hrsg.), „Unheilige Theologie“. Theologie und sexueller Missbrauch, Freiburg u.a. 2019, 140-174.
in: Nothelle-Wildfeuer, Ursula / Striet, Magnus (Hrsg.), „Einfach nur Jesus? Eine Kritik am ‚Mission Manifest‘“, Freiburg u.a. 2018, 11-33.
in: Lebendige Seelsorge 5/2018.
in: Ego, Beate / Gause, Ute / Margolin, Ron / Rom-Shiloni, Dalit (Hrsg.), Theodicy and Protest, Studien zu Kirche und Israel. Neue Folge (SKI.NF), Band 13, Dresden 2018, 141-164.
Charismatische Religiosität prägt das weltweite Christentum zunehmend. Dieser Band beleuchtet die Themen, Chancen und Herausforderungen sowie kritischen Reflexionen dieser Religiosität für das christliche Erscheinungsbild, v. a. für die römisch-katholische Kirche, interdisziplinär und ökumenisch.
Eine ethnologische und systematisch-theologische Analyse der Materialität von Religion am Beispiel charismatischer und pentekostaler Spiritualität, in: Theologisch-Praktische Quartalschrift, Sonderheft 2018, 95-105.
in: Virginia R. Azcuy / Margit Eckholt (Hg.), Friedens-Räume. Interkulturelle Friedenstheologie in feministisch-befreiungstheologischen Perspektiven, Mainz 2018, 389-402.
in: Söding, Thomas (Hg.), Führe uns nicht in Versuchung. Das Vaterunser in der Diskussion, Freiburg u. a. 2018, 139-150.
in: Rémeny, Matthias; Wendel, Saskia (Hg.): Die Kirche als Leib Christi, Freiburg u.a. 2018, 392-429.
in: Theodor Dieter; Andrea Grillo; James Puglisi (eds.): Signs of Forgiveness, Paths of Conversion, Practice of Penanc, Frankfurt a. M. u. a. 2017, 110-131.
Differenz als theologischer Begriff: Subjekttheoretische Überlegungen und theologische Materialproben, in: Christian Wiese; Stefan Alkier; Michael Schneider (Hg.): Signs of Forgiveness, Paths of Conversion, Practice of Penanc, Frankfurt a. M. 2017, 117-141.
"Wir glauben an die Auferstehung der Toten" - welche Bedeutung hat dieser Glaubensinhalt?, in: geist.voll 1/17, 4-8.
in: Söding, Thomas (Hg.), Der Spürsinn des Gottesvolkes. Eine Diskussion mit der Internationalen Theologischen Kommission, Freiburg u.a. 2016, 258-284.
Eine freiheitstheoretische Reflexion auf die Prärogative Gottes im sakramentalen Bußgeschehen, Regensburg 2016.